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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 8. November 2013

Zeugen der Geschichte erhalten

GESCHICHTSBLICK: Die Reste der Konkordienkirche auf dem Marktplatz werden durch die KASIG geborgen. Foto: KASIG/Toldrian

GESCHICHTSBLICK: Die Reste der Konkordienkirche auf dem Marktplatz werden durch die KASIG geborgen. Foto: KASIG/Toldrian

 

Fundamentreste der Konkordienkirche am Marktplatz / KASIG birgt gefundene Mauerteile

Die bei Arbeiten für die Kombilösung am Marktplatz südlich der Pyramide ans Licht gebrachten Fundamentreste der Konkordienkirche will die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) bergen und bis zu einer noch nicht festgelegten weiteren Verwendung aufbewahren.

Dies teilte Anfang der Woche die KASIG als Bauherrin der Kombilösung den Medien mit. Denkbar sei auch, so die KASIG weiter, "dass die wenigen noch erhaltenen Teile des Fundaments der zwischen 1719 und 1722 errichteten und bereits 1807 zugunsten der Erweiterung des Marktplatzes wieder abgebrochenen Kirche zu einem späteren Zeitpunkt in einem Museum gezeigt oder auch in der künftigen unterirdischen Haltestelle Marktplatz präsentiert werden".

Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup zeigte sich erfreut über die Aktion, die auf seinen Wunsch zustande kam. "Karlsruhe hat aufgrund seiner noch jungen Geschichte nur sehr wenige alte Zeugen der Vergangenheit. Hier besteht jetzt die Gelegenheit, für die Nachwelt ein kleines Stückchen der Kirche zu erhalten, in der der Stadtgründer Karl Wilhelm von Baden im Jahre 1738 beigesetzt wurde", betonte das Stadtoberhaupt.

Nachdem Arbeiter das Fundament der Konkordienkirche in den vergangenen Wochen freigelegt hatten, hat die Denkmalpflege des Regierungspräsidiums Karlsruhe die Mauerreste in der Zwischenzeit bereits dokumentiert und auch fotografiert. Derzeit ist der Fundort der Mauerreste zu seinem Schutz mit Sand überdeckt, damit die von der Arbeitsgemeinschaft Stadtbahntunnel (Arge) beauftragten Firmen die notwendigen Arbeiten unmittelbar am Rand der Pyramide vornehmen können. Nach deren Abschluss werden laut KASIG die Reste des Fundaments wieder freigelegt und die Steine abtransportiert.

Insgesamt sind die Arbeiten an den Baustellen der Kombilösung voll im Zeitplan. Ab 18. November können Stadt- und Straßenbahnen wieder durch die östliche Kaiserstraße fahren. Und gleichzeitig steht die Sperrung des Südabzweigs zwischen Marktplatz und Einmündung der Rüppurrer Straße in die Ettlinger Straße auf dem Programm der Kombibauer. -red-/-trö-

 
 

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