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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 15. November 2013

Wo Karlsruhe als Radstadt steht

 

Radlerforum diskutierte aktuelle Vorhaben / Das Verkehrssicherheitskonzept ist in der Endabstimmung

Radverkehrsplanungen, Aktionen und Statistiken, die zeigen, wo Karlsruhe als Fahrradstadt steht: Im Radlerforum berichteten Verkehrsplaner der Stadtverwaltung sowie Vertreter von Polizei und ADFC letzte Woche über Aktuelles zu Radverkehr und Radförderung.

Dem Forum gehören unter Vorsitz von Bürgermeister Michael Obert Vertreter aus Gemeinderat, Interessenverbänden und anderen Einrichtungen sowie Rad-Fachleute der Stadtverwaltung an. Nach wie vor ist Karlsruhe dem im 20-Punkte-Programm zur Förderung des Radverkehrs verankerten Ziel, die Radverkehrsunfälle deutlich zu senken, bislang nicht näher gekommen.

Die Zahlen stagnieren, allerdings bei deutlich gestiegenem Radleraufkommen. Einen Hebel ansetzten möchte die Stadt mit einem Verkehrssicherheitskonzept, welches  - für alle Verkehrsteilnehmer - von einer Arbeitsgruppe entwickelt wird. Manche hier gewonnene Erkenntnis fließe bereits in die alltägliche Arbeit ein, berichtete Ulrike Eblenkamp vom Stadtplanungsamt. Dies betreffe etwa die bessere Vernetzung aller mit Verkehrssicherheit befassten Akteure. Für das Konzept hatte sich der Planungsausschuss ausgesprochen.

Zu den Maßnahmen, um das oberste Ziel zu erreichen, Unfälle mit Personenschäden deutlich zu reduzieren, zählen neben Verkehrsschau und Analyse von Unfallhäufungsstellen auch Schulwegplanung, Mobilitätsbildung sowie Öffentlichkeitsarbeit und Überwachung. Bei der Radschulwegeplanung beteiligt sich Karlsruhe mit zwei Schulen im Stadtgebiet und einer Schule im Landkreis an einem Projekt der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFG-BW).

"Im Vergleich zu anderen Großstädten sind wir auf gutem Weg", war sich Ulrich Wagner, Bereichsleiter Verkehr im Stadtplanungsamt, sicher. Bis Frühjahr soll das Konzept mit allen Beteiligten abgestimmt sein und dem Planungsausschuss vorgestellt werden.

Ein Anliegen war dem Radlerforum, den Mängelbogen in der Öffentlichkeit immer wieder publik zu machen. Positiv vermerkt wurde, dass mit der Strecke vom Mendelssohnplatz über das Durlacher Tor bis nach Hagsfeld nicht nur ein Abschnitt, sondern eine komplette Radroute durchgeplant wurde. Die Detailplanung wird demnächst dem Planungsausschuss vorgestellt. Informiert wurde das Radlerforum zudem, dass in Kürze in Weiherfeld und in der Dammerstocksiedlung Einbahnstraßen für Radler in Gegenrichtung freigegeben werden.

Im Radlerforum bedauert wurde, dass das Parkierungskonzept an der Ringroute wegen fehlender Landesmittel nicht weiter verfolgt wurde. Beim Thema Landeszuschüsse werde die Stadtverwaltung am Ball bleiben, versicherte Bürgermeister Obert. Genauer werde man sich auch über die Baustelle informieren, die für Radler an der Ludwig-Erhardt-Allee schon seit längerer Zeit eine Umleitung bedingt. Betroffen ist auch der Übergang von der Haltestelle. Nachfragen und Anregungen erhalten die Radplaner oft zu Situationen, wo es an klarer Radlerführung fehlt, so Johannes Schell. Diskutiert wurde hier im Forum die Radwegeführung in der Hermann-Billing-Straße, wo ein früher benutzungspflichtiger Radweg aufgehoben wurde.

Informationen gab es im Radlerforum zudem über Winterdienst auf Radwegen, das Leihfahrradsystem, welches ab März für fünf Jahre vergeben werden soll, den ADFC-Fahrradklimatest oder die Unfallstatistik mit Radfahrerbeteiligung. -rie-

 
 

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