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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 29. November 2013

Bei Notfällen: Künftig Hilfe aus einer Hand

BEI WIND UND WETTER: Spatenstich mit OB Mentrup, Innenminister Gall, Kurt Bickel (DRK) und Landrat Schnaudigel (v.l.). Foto: Fränkle

BEI WIND UND WETTER: Spatenstich mit OB Mentrup, Innenminister Gall, Kurt Bickel (DRK) und Landrat Schnaudigel (v.l.). Foto: Fränkle

 

Integrierte Leitstelle

Auch Karlsruhe soll eine Integrierte Leitstelle für Rettungsdienst und Feuerwehr bekommen. Seit vielen Jahren arbeiten Stadt und Landkreis sowie Deutsches Rotes Kreuz (DRK) an ihrer Verwirklichung und haben schon viele Hürden genommen. Zumal das Landesfeuerwehrgesetz solche Leitstellen bereits 2010 zum Regelfall erklärt hat.

Vergangenen Mittwoch, 20. November, nun wurde ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Integrierten Leitstelle erreicht: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup hatte zum Ersten Spatenstich an die Wolfartsweierer Straße geladen. Hier entsteht - ganz in der Nähe des Kreisels - ein fünfstöckiges Gebäude, in dem ab Mitte 2016 feuerwehrtechnische Beamte des Stadt- und Landkreises sowie Beschäftigte des DRK alle Notrufe aus der Region - außer der Nummer 110 - entgegennehmen.

Kooperation schon seit 2010

Bereits seit 2010 sind die DRK-Rettungs­leit­ste­lle Karlsruhe in Bruchsal und die Feuerwehrleitstelle Karlsruhe im Landratsamt virtuell miteinander ver­bunden. Die Kosten für das von der Arbeitsgemeinschaft Har­der Stumpfl Freie Architekten entworfene Haus in Höhe von rund 27 Millionen Euro trägt die Stadt, die Kosten für den gemeinsamen Regelbetrieb teilen sich DRK, Stadt und Landkreis im Verhältnis 50:25:25.

OB Mentrup erinnerte anlässlich des Spatenstichs daran, dass die entsprechende Trägerschaftsvereinbarung 2012 unterzeichnet worden sei und dankte allen Beteiligten, die mitgeholfen haben, Startschwierigkeiten und stockende Verhandlungen zu überwinden. Mit der Zusammenführung von Rettungs- und Feuerwehrleitstelle "werden verlässliche und sicherere Strukturen geschaffen, die die Sicherheit von 730.000 Bürgerinnen und Bürgern erhöhen", so das Stadtoberhaupt.

Der Gemeinderat hatte auf seiner jüngsten Sitzung einstimmig die Vergabe von Erd-, Entwässerungskanal-, Maurer-, Beton und Stahlbauarbeiten für den Neubau der Leistelle in Höhe von rund 2,6 Millionen Euro beschlossen.

Eine der größten Integrierten Leitstellen im Land

Innen­minister Reinhold Gall wies darauf hin, dass in der neuen Leitstelle - "einer der größten im Land" - "künftig jährlich rund 8.000 Feuerwehreinsätze und über 100.000 Ein­sätze im Rettungsdienst und Kran­kentransport disponiert und ge­steuert werden." Landrat Dr. Chris­toph Schnaudigel dankte Stadt und DRK für ihr Engagement, und DRK-Kreisvorsitzender Kurt Bickel erinnerte daran, dass der ehe­malige Leiter der Branddirektion, Dr. Roland Goertz, Bürgermeister Klaus Stapf und Karlsruhes ehe­maliger OB Heinz Fenrich wesentlich zum Gelingen der Verhand­lun­gen beigetragen hätten. -res-

 
 

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