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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 29. November 2013

Flächen nutzen

 

Stadt Karlsruhe setzt auf intelligente Konzepte

Ein knappes Flächenangebot erfordert intelligente Konzepte zur Nutzung der vorhandenen Gebiete. Darauf setzt auch die Stadt Karlsruhe, die mit Förderung des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg ein "Praxishandbuch zum ressourcenoptimierten Gewerbeflächenmanagement" erarbeitet.

Das Handbuch soll Unternehmen, Gewerbetreibenden und Planern Impulse für Flächen sparendes Bauen bei Umstrukturierungsprozessen oder Neuansiedlungen geben und zugleich die Stadtplanung und Wirtschaftsförderung als Beratungsgrundlage unterstützen.

"Der Umgang mit endlichen Flächen ist und bleibt eine zentrale Herausforderung der nachhaltigen Stadtentwicklung" - so lautet das übereinstimmende Fazit von Staatssekretärin Dr. Gisela Splett und Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup nach einem Informationsbesuch zum Thema Innenentwicklung am vergangenen Montag, 25. November, im Karlsruher Rathaus.

Das Stadtoberhaupt unterstrich die Bedeutung des Praxishandbuchs und verwies darauf, dass Karlsruhe als "wachsende Stadt" und "attraktiver High-Tech-Standort mit knappem Flächenangebot" auf "intelligente Konzepte zur Flächennutzung" angewiesen sei. Projekte, die über Karlsruhe hinaus übertragbar seien, erhofft sich Splett mit dem Handbuch.

Die Innenentwicklung und besonders bestehende Gewerbegebiete, die häufig noch Entwicklungspotenzial an ungenutzten oder minder genutzten Flächen bergen, standen im Zentrum des Meinungsaustauschs im Rathaus. Neben Splett und Mentrup nahmen auch Erste Bürgermeisterin Margret Mergen, weitere Vertreter der Stadt, des Nachbarschaftsverbandes Karlsruhe, des Aktionsbündnisses "Flächen gewinnen in Baden-Württemberg" sowie Akteure der Flächennutzung teil.

"Bei den Bemühungen um Flächeneffizienz bilden die Gewerbeflächen einen zentralen Punkt", unterstrich Splett und betonte den hohen Stellenwert "kommunaler Maßnahmen zur nachhaltigen Gewerbeflächenentwicklung". Gerade die Gewerbeflächenentwicklung werde vielerorts bei der Stadtentwicklung noch zu wenig beachtet.

OB Mentrup unterstrich, dass sich Karlsruhe gerade mit dem "Integrierten Stadtentwicklungskonzept Karlsruhe (ISEK) 2020" der Innenentwicklung verpflichtet habe. "Das ISEK ist eine Leitlinie für die Zukunft, die unter Beteiligung der gesamten Stadtgesellschaft entstanden ist." Um die angestrebte nachhaltige Entwicklung umsetzen zu können, werde es darauf ankommen, "konkurrierende Nutzungsanforderungen, wie Schaffung von Wohnraum, Entwicklung von Gewerbeflächen und Sicherung von Grün- und Erholungsräumen, in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen", so Mentrup. Das Praxishandbuch sei dabei ein wichtiges Modellprojekt.

Auch die Rolle interkommunaler Zusammenarbeit werde laut Splett zukünftig immer wichtiger. Statistiken belegen die Notwendigkeit einer vorausschauenden kommunalen Flächenpolitik. -red/döp-

 
 

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