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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 29. November 2013

Theaterfiliale für gute Laune

MIT 220 SESSELN bietet das K2 in der Kreuzstraße fast genau so viel Platz wie das Kammertheater in der Herrenstraße. Fotos: Fränkle

MIT 220 SESSELN bietet das K2 in der Kreuzstraße fast genau so viel Platz wie das Kammertheater in der Herrenstraße. Fotos: Fränkle

SENIORENGRUPPE "Altes Eisen" spielt "?Diese eine Nacht". Foto: Fränkle

SENIORENGRUPPE "Altes Eisen" spielt "?Diese eine Nacht". Foto: Fränkle

ERÖFFNUNG mit Geschäftsführer Gnann (r.) und OB Mentrup.

ERÖFFNUNG mit Geschäftsführer Gnann (r.) und OB Mentrup.

 

Premiere im K2: Kammertheater hat in der Kreuzstraße eine zweite Bühne eröffnet

Das Interieur rot-schwarz, 220 Sessel und eine Bühne mit zusätzlich bespielbarer Randempore: Das Kammertheater besitzt jetzt in nur 600 Meter Entfernung eine Dependance in der Kreuzstraße 29.

Vor einem Jahr war Geschäftsführer Bernd Gnann auf das ehemalige evangelisch-freikirchliche Zentrum aufmerksam geworden - und warf den Turbo an. Nur dreieinhalb Monate Umbauzeit konnte vergangene Woche in der ehemaligen Kirche die Filiale mit dem zweiten Seniorenstück „Diese eine Nacht“ ihren Spielbetrieb aufnehmen. Dass bis kurz vor den Eröffnungsreden noch geschraubt, gehämmert, gebohrt wurde, störte keinen der Premierengäste. Viele erwarten vom K2 mit künftig integriertem Gastronomiebereich auch Strukturbelebung in der Randzone Kreuzstraße.

In anderen Städten werden Theater wegen Geldmangels geschlossen, in Karlsruhe öffnet ein neues, freute sich Gnann über sein neues Haus und den städtischen Investitionszuschuss von 60 000 Euro. „Ein Kino hat ja auch mehrere Säle“, verneinte der Schauspieler eine mögliche interne Konkurrenzsituation. Die zusätzliche Spielstätte eröffne nun die Perspektive, stets ausverkaufte Stücke im Repertoire zu lassen, die sonst wegen Platzmangel hätten gestrichen werden müssen.

"Wir wollen alle dieses Theater", betonte OB Dr. Frank Mentrup in seiner Ansprache. Ihm und dem Gemeinderat sei die Unterstützung der größten professionellen Boulevardbühne in Nordbaden wichtig gewesen. Das Stadtoberhaupt verwies auf ein Zitat und meinte: "Theater ist eine öffentliche Dienstleistung wie Wasser und Elektrizität."

Für Theateraufführungen müsse Qualität die Messlatte sein und nicht die überholte preußische Einteilung in ernstes Spiel und Unterhaltungskost. Im Kammertheater werde die Überwindung dieser unguten altmodischen Trennung deutlich. Bei der anschließenden Premiere trat die Seniorengruppe "Altes Eisen" sehr bemüht, aber in eifriger Spiellaune auf. -Lä-

 
 

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