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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. Dezember 2013

Nachbarschaftsverband: Kein Windenergie-Standort ohne Restrisiko

IN WETTERSBACH sind keine Windkraft-Standorte vorgesehen. Foto: Fränkle

IN WETTERSBACH sind keine Windkraft-Standorte vorgesehen. Foto: Fränkle

 

Untersuchungen sprechen gegen Flächen bei Wettersbach

Nach vertiefender Untersuchung von Standorten auf dem Gebiet des Nachbarschaftsverbands Karlsruhe (NVK), die aufgrund der Windver-hältnisse für mehrere Windkraftanlagen in Frage kommen könnten, steht fest: Es gibt keine Fläche ohne Restriktionen, im NVK ist allenfalls eine Fläche in Karlsbad für Windkraftanlagen geeignet.

Nur bei einer Teilfläche auf der Deponie Hagbuckel in Karlsbad wären die mit Windrädern verbundenen Eingriffe vertretbar. Bei allen anderen Flächenkulissen standen der Windenergienutzung der Artenschutz, Anforderungen der Flugsicherung im 15-Kilometer-Radius großen Schutzbereich, der Immissionsschutz oder städtebauliche Belange der Ausweisung als Windkraft-Areal entgegen.

NVK keine windstarke Region

"Der NVK ist keine windstarke Region. Er ist darüber hinaus dicht besiedelt und hat sich einen Naturraum mit hoher artenschutzrechtlicher Relevanz erhalten können", kam der NVK-Vorsitzende Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup am Montag, 2. Dezember, bei der jüngsten Verbandsversammlung zum Schluss, dass man nach der „"ehr sorgfältigen Untersuchung" nur eine potentielle Konzentrationsfläche für Windkraftanlagen anbieten kann.

Die Verbandsversammlung sprach sich dafür aus, mit der Karlsbader Fläche und der Dokumentation der Ausschlussgründe für die übrigen Standorte einen Planentwurf für den Teil-Flächennutzungsplan (Teil-FNP) Windenergie zu erarbeiten.

Das Risiko, vom Regierungspräsidium zur Nachmeldung aufgefordert zu werden, wurde angesichts der nachvollziehbaren Gründe für gering erachtet. Im Planentwurf dokumentiert werden unter anderem artenschutzrechtliche Konfliktpotenziale bei den Gebieten Knielinger Feldflur, Edelberg (Karlsruhe/Ettlingen), Wattkopf/Essigwies (Ettlingen) und Kreuzelberg (Ettlingen). Letzteres ist wie Edelberg auch aus Gründen der Flugsicherung für Windanlagen ungeeignet.

Ettlinger OB Arnold neuer Vorsitzender

Die Versammlung stimmte auch der FNP-Einzeländerung von  "Grünfläche, Sportplatz (Golfplatz)" in Sonderbaufläche für Einzelhandel/Nahversorgung am südwestlichen Ortsrand von Hohenwettersbach entlang der Straße "Spitalhof" zu. Mit Zustimmung aller wechselt der Verbandsvorsitz zum 1. Januar 2014 vom Karlsruher OB auf den Ettlinger OB Johannes Arnold. -rie-

 
 

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