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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. Dezember 2013

Gestaltung der Stadt gezeigt

PRÄSENTATION: Herausgeber Dr. Manfred Koch (rechts) und OB Dr. Frank Mentrup stellten den fünften "Blick" vor.  Foto: Fränkle

PRÄSENTATION: Herausgeber Dr. Manfred Koch (rechts) und OB Dr. Frank Mentrup stellten den fünften "Blick" vor. Foto: Fränkle

 

25 Jahre "Blick in die Geschichte": Fünfter Sammelband mit Beiträgen aus den Jahren 2008 bis 2013 jetzt im Buchhandel

"Zur Standortbestimmung der Stadtgesellschaft, zur Meinungsbildung über Herkunft und Zukunft" trägt der "Blick in die Geschichte" laut Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup seit 25 Jahren bei. Zur Beilage in der StadtZeitung ist jetzt der fünfte Sammelband erschienen.

Der neue Band deckt auf 319 Seiten die Jahre von 2008 bis 2013 ab. Da das Archivieren der vierteljährlich er­schei­­nenden Zeitungsseiten im eigenen Bücherschrank schwierig ist, hatte Oberbürger­meis­ter Prof. Dr. Seiler 1993 der Buchveröffent­lichung der Beiträge aus jeweils fünf Jahren zugestimmt.

Ziel war es, so Mentrup, alle Karlsruher Haushalte zu errei­chen und mit inzwischen über 500 allgemein verständlichen Texten von 200 Autoren eine breite Leserschaft zu gewinnen. Für Zuzügler erlaube der Blick einen niederschwelligen Einstieg in die Stadtgeschichte, auch mit  vielen Themen aus der Stadtpolitik. Hier wird "gezeigt, was wir beim 300-jährigen Stadtjubiläum 2015 feiern, nämlich wie die Stadt Karlsruhe gestaltet wurde".

Mentrups  Dank galt daher neben allen Beteiligten Herausgeber Dr. Manfred Koch. Der freute sich, dass die Stadt den Blick nunmehr bereits ein Vierteljahrhundert am Leben halte, den er mit "Liebe und Leidenschaft gestalte". Gleichzeitig dankte er seinen früheren Mitstreitern, dem ersten Herausgeber Dr. Leonhard Müller, dem Journalisten Toni Peter Kleinhans sowie  dem früheren Mit­arbeiter des Kulturamts Bernhard Schmitt.

Nach wie vor enthalte jede StadtZeitungsbeilage zwei bis drei Aufsätze, eine Biografie sowie unregelmäßiger, Zeitzeugenge­sprä­che und als "Wundertüte" die Rubrik "Karlsruher Blickpunkt". Hier rücken etwa Gebäudeteile, Bodenfunde oder  Ausstellungs­stücke in den Fokus. Oft übrigens, so Koch „nach Hinweisen aus der Bevölkerung, über die er sich sehr freue, ebenso wie über konstruktive Kritik oder Nachfragen.

Gleichzeitig mit den Badischen Neuesten Nachrichten habe er etwa in der aktuellen Ausgabe das Grabmal für den Hofprediger Johann Leonhard Walz (1749 1817) ins Visier genommen. Es liegt wie die Pyramide für den Stadtgründer auf einem Fächer­strahl. In Verlängerung der Waldhornstraße als östlichster Radialen erhebt es sich vor dem Pausenhof des Friedrich-List-Gym­nasiums.

Unter den Aufsätzen finden sich Texte über den großstädtischen Treffpunkt, das 1944 zerstörte Café Bauer am Platz des Rathausanbaus oder über die Bürgermeisterwahlen 1961 bis 1983: Hier wird die Veränderung von politischen Machtverhältnissen und Organisationsstrukturen deut­lich. Erinnert wird aber auch an die Verfolgung "Asozialer" durch die Nazis oder die Entstehung des Ringtennissports in Rappenwört.

Interviews führte Koch mit Gerhard Seiler und dem früheren IHK-Präsidenten Bernd Bechtold. Biografien gelten etwa dem Staatsbeamten Carl Friedrich Nebenius oder der Musikerin Margarete Schweikert. Das Buch ist für 24,80 Euro im Karlsruher Info Verlag erschienen. -cal-

 
 

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