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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. Dezember 2013

Leben mit Bienen im Seniorenheim

DEN FÖRDERPREIS erhielten (v.l.) Martin Michel und Herbert Böttchen von Hans-Ulrich König, rechts Klaus Stapf.  Foto: Fränkle

DEN FÖRDERPREIS erhielten (v.l.) Martin Michel und Herbert Böttchen von Hans-Ulrich König, rechts Klaus Stapf. Foto: Fränkle

 

Förderpreis "Gesunde Kommune" für die Stadtmission / Start in der Stephanienstraße

"Für eine ganz tolle Idee" hält es Bürgermeister Klaus Stapf, dass die Stadtmission im Frühjahr in den Gärten ihrer Seniorenheime an der Stephanienstraße fünf Bienenstöcke aufstellen will. Zum Vorteil von Mensch und Natur.

Die alten Menschen pflegen zusammen mit drei Angestellten die Bienen, ernten Honig, Wachs und Bienenbrot. Viele von ihnen brächten Erfahrungen mit Natur und Gärtnern mit. Die Tiere erhalten Weidemöglich­keiten in der Stadt.

Stapf: "Die Förderung der Bienen als drittwichtigster Nutztierrasse der Welt muss uns ein Anliegen sein, sie schaffen weltweit Werte von 150 Milliarden Euro, indem sie 80 Prozent aller Arten bestäuben." Ebenso begeistert wie der Umwelt- und Gesundheitsde­zer­nent zeigte sich auch Heinz Ulrich König von der Kranken­kassen-Verbändekoopera­tion. Mit­gebracht hatte er dem Vorstands­vor­sitzenden der Stadtmis­sion, Dr. Martin Michel, sowie dem Leiter des Frommelhauses, Herbert Böttchen das Preisgeld von 5.200 Euro für den erstmals verliehenen Förderpreis "Gesunde Kommune".

Mit diesem Preis sollen kreative und nachhaltige Ideen zur Gesundheits- und Präventionsfor­schung in den Kommunen unterstützt werden. Mit dem Imkerprojekt hole die Stadtmission die Leute dort ab, wo sie sind und helfe etwa psychisch Kranken, wieder den Lauf der Jahreszeiten wahr zu nehmen. Für die Bewohner bedeute Imkern Kommunika­tion und Sinngebung  verdeutlichte Böttchen.

Dank Anke Kelber vom städtischen Umwelt- und Arbeitsschutz, die sich richtig in das Projekt hinein gekniet habe, bringe der Berufimker Marc La Fontaine nun ihm selbst und zwei Kolleginnen das notwendige Know-how für das Fertiogen von Rähmchen bei, in denen die Bienen den Honig produzieren und ablegen können.

Dabei habe man das Pferd von hinten aufgezäumt, nämlich damit begonnen, die Bienen, immerhin 60 bis 80 000 pro Volk, winterfest zu machen. Ab August 2014 können sie dann mit den alten Menschen den Honig – cirka 15 Kilo pro Stock – ernten. Wert gelegt habe man auf absolut friedliche Bienen.  Funktioniert alles gut und kommt das Projekt an, sollen in weiteren Häusern Bienen ausschwärmen dürfen. -cal-

 
 

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