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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. Dezember 2013

Viele Ansätze mit ins Boot holen

 

Finalisten "Räumliches Leitbild": mit drei Teams startet im Januar die Planungswerkstatt

Jeweils 15 Minuten hatten neun Teams Zeit, um der Jury und interessierten Bürgern letzte Woche im Rathaus aufzuzeigen, wie sie sich der Aufgabe stellen möchten, für Karlsruhe ein "Räumliches Leitbild" zu entwickeln. Am Abend standen die drei Arbeitsgemeinschaften fest, mit denen Ende Januar die Planungswerkstatt startet.

Team 1 besteht aus West8 (Rotterdam) und Verkehrsplus (Graz), Team 2 aus Space & Options (Karlsruhe) mit Urban Catalyst (Berlin) und Studio Urbane Strategien (Karlsruhe), Team 3 aus Machleidt GmbH (Berlin) mit Sinai (Berlin) und SHP Ingenieure (Hannover).

Möglichst viele Ansätze wollte sich die Jury über die interdisziplinären Teams für den städtebaulich richtungsweisenden Prozess ins Boot holen. "Heute geht es um die spannende Frage, mit welchen Teams wir das ‚Räumliche Leitbild Karlsruhe 2015' diskutieren werden", hatte Bürgermeister Michael Obert eingangs angekündigt. Lösungen erwarte man in dieser zweiten Qualifizierungsrunde noch nicht.

"Heute geht es um eine Vorstellung darüber, wie sich die Teams der Aufgabe stellen wollen", ergänzte Prof. Markus Neppl (KIT-Fachgebiet Stadtquartiersplanung). Ziel ist es, ein räumliches Gesamtbild zu erarbeiten, welches künftige Entscheidungsprozesse der Stadt unterstützen soll. Im Rahmen der Voruntersuchung zum "Räumlichen Leitbild 2015" wurden hierzu bereits Grundlagen erarbeitet.

Für den Aspekt "Blick von außen" steht West8 (Rotterdam) gemeinsam mit  Verkehrsplus (Graz). Neben internationalen Referenzprojekten - wie die östlichen Hafengebiete Rotterdam oder Miami Beach (Florida) punktete das Team mit dem Ansatz, ein robustes Regelwerk entwickeln zu wollen, welches neben den großen Leitlinien auch erlaubt, auf verändernde Strukturen zu reagieren.

Ein Schwerpunkt liegt bei der Mobilität, deren Nachhaltigkeit mit dem Begriff "Enkeltauglichkeit" beschrieben wurde. Lokalkolorit bringt das Team um Space & Options ein, welches die Karlsruher bereits aus der Planungswerkstatt "Durlacher Allee" kennen. Die Präsentation der, so die Jury, "als Team spürbaren Arbeitsgemeinschaft" überzeugte mit sehr konzeptionellem Ansatz und Betonung der Besonderheiten Karlsruhes.

Machleidt gilt "als alter Hase im Geschäft" und ist Vorreiter bei Bürgerpartizipation. Auf das etablierte Büro gehen erste räumliche Leitbilder in Deutschland zurück, etwa für München oder Hannover. Wie die Bewerber-Präsentation werden auch wichtige Etappen der Planungswerkstatt öffentlich sein. Auftakt ist 30. Januar 2014. -rie-

 
 

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