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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. Dezember 2013

Beirat für Menschen mit Behinderung: Selbstbewusst einmischen

KONSTITUIERENDE SITZUNG: Der Beirat für Menschen mit Behinderungen ist eine für fünf Jahre gewählte, unabhängige, nicht weisungsgebundene und ehrenamtlich tätige Interessenvertretung.

KONSTITUIERENDE SITZUNG: Der Beirat für Menschen mit Behinderungen ist eine für fünf Jahre gewählte, unabhängige, nicht weisungsgebundene und ehrenamtlich tätige Interessenvertretung.

 

Neu gewählte Interessenvertretung nahm ihre Arbeit auf / Fünfjährige Amtszeit

Seit dem Jahr 2003 verschafft der Beirat für Menschen mit Behinderung jenen mit Handicap Gehör und Stimme. Am 8. November wurde das Gremium neu gewählt. Im Rathaus am Marktplatz traf es sich am vergangenen Freitag zur seiner konstituierenden Sitzung.

Peter Stopp ist neuer Vorsitzender und löst damit Stefanie Ritzmann ab. Als Stopps Stellvertreterinnen wählte der Kreis Margot Kundrus und Rosemarie Zelch. Die 13 stimmberechtigten Mitglieder sind für die kommenden fünf Jahre berufen und setzen sich für gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen in allen Lebensbereichen ein.

Erstmals konnten sich nicht nur Vereine und Selbsthilfegruppen aus der Behindertenhilfe, sondern auch Einzelbewerber zur Wahl stellen. "Herzlich willkommen in der kommunalen Familie", begrüßte Bürgermeister Martin Lenz den Beirat, der in seiner Funktion als beratendes Gremium für Gemeinderat und Verwaltung die Anliegen von rund 25.000 Karlsruherinnen und Karlsruhern mit Handicap vertritt.

Inklusion dürfe nicht nur in Sonntagsreden beschworen, sondern müsse Tag für Tag gelebt werden, so Lenz. Den Weg zum Miteinander auf Augenhöhe ebnet auch der Behindertenbeirat, der bei seiner Gründung vor zehn Jahren in Baden-Württemberg Vorreiter war. Derzeit sei etwa Pforzheim dabei, einen Beirat nach Karlsruher Modell einzurichten, unterstrich Lenz nicht ohne Stolz.

Ob mehr Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden und im öffentlichen Nahverkehr - vieles ist erreicht worden, weil das Vorgängergremium am Ball blieb und hartnäckig kämpfte. Lenz ermutigte auch dessen Nachfolger, sich einzumischen und ihre Arbeit selbstbewusst zu tun. Dabei solle das "Erbe" eher als "Ansporn, denn als Belastung" empfunden werden. Und wer bei alledem "das Bundesgleichstellungsgesetz und die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen hinter sich hat", dem dürfe das laut Sozialdezernent Lenz nicht allzu schwer fallen. -maf-

 
 

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