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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. Dezember 2013

Die Zukunft Karlsruhes bleibt unsere Gemeinschaftsaufgabe

Weihnachts- und Neujahrsgrüße von Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup

Liebe Karlsruherinnen, liebe Karlsruher, wenn ich am Ende meines ersten Jahres als Oberbürgermeister auf die vergangenen Monate zurückblicke, dann stelle ich zufrieden und auch mit Stolz fest: Wir sind bei vielem, was die Stadt bewegt, gemeinsam ein gutes Stück voran gekommen.

Entscheidend ist für mich dabei, dass ich ein intensives Miteinander erlebt habe, getragen von gegenseitigem Respekt - auch bei unterschiedlichen Positionen. Das macht Mut, auch die anstehenden Herausforderungen in diesem Klima aus Offenheit, Wertschätzung und Solidarität anzugehen. Die Zukunft Karlsruhes bleibt unsere Gemeinschaftsaufgabe.

Die Verbundenheit der Bürgerinnen und Bürger mit den Geschicken ihrer Stadt, wie sie bei vielfältigen Gelegenheiten in öffentlichen Informationsveranstaltungen, im Rahmen der Stadtteilversammlungen, im Austausch mit Interessengruppen, Vereinen und Institutionen, aber auch im direkten Dialog deutlich wird, ist dabei unser größtes Pfund.

Gelegenheiten zum Gespräch gab es viele: Ich erinnere etwa an die öffentlichen Foren im Vorfeld der Sperrung der östlichen Kaiserstraße, die entscheidend dazu beigetragen hat, die Bauzeit der Kombilösung zu verkürzen. Es war für mich bemerkenswert, wie groß das Interesse am Austausch war - und wie viele gute Vorschläge die Fachleute aus der Verwaltung mitnehmen und umsetzen konnten. Das hat in meinen Augen die Akzeptanz für die unvermeidlichen Beeinträchtigungen in der City erhöht. Und wir haben - trotz aller Turbulenzen rund um die Alpine-Insolvenz - Wort gehalten: Die Weihnachtsstadt hat ihre Anziehungskraft in der Adventszeit uneingeschränkt entfalten können.

Ich bin mir darüber im Klaren, dass das kommende Jahr mit den Bauarbeiten auf dem Marktplatz, auf der Strecke für den Südabzweig und mit dem Beginn des Kriegsstraßenumbaus so manche Belastungen mit sich bringen wird. Wir werden diese Herausforderungen meistern - mit hoher Transparenz, konstruktivem Meinungsaustausch und größtmöglicher Rücksichtnahme.

Das Interesse an zentralen Projekten in unserer Stadt ist äußerst lebendig: Die Diskussion um ein Fußballstadion ist versachlicht und am Machbaren ausgerichtet. Der Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung des Jahres noch die Weichen für die endgültige Entscheidung im nächsten Jahr gestellt: Der Wildpark bleibt Standort, die Verwaltung wird die Planungen für einen Neubau vertiefen und gleichzeitig Alternativen für eine Sanierung des Bestehenden erarbeiten. Im Sommer oder Frühherbst 2014 muss sich der Gemeinderat dann endgültig festlegen.

Im neuen Jahr warten weitere wichtige Themen darauf, voran gebracht zu werden: Gleich im Januar soll das kommunale Programm zum Bau preiswerter Wohnungen vorgelegt werde. Und auch die Außenwirkung Karlsruhes soll dann weiter verbessert werden - über eine neue, starke Organisation von Messe, Tourismus, Event und Marketing.

Ein Ereignis des vergangenen Jahres ist mir ganz besonders im Gedächtnis: Unter dem Motto "Karlsruhe zeigt Flagge" hat unsere Stadtgesellschaft geschlossen menschenfeindlichem Gedankengut eine Absage erteilt. Das war ein starkes solidarisches Signal, dass wir hier für unsere demokratischen Werte eintreten und sie verteidigen.

Zu diesen demokratischen Grundwerten gehört vor allem das Recht auf freie, geheime und gleiche Wahlen. Im kommenden Jahr sind Sie am 25. Mai aufgerufen, von diesem Recht Gebrauch zu machen: Mit Ihrer Stimme wählen Sie einerseits die Abgeordneten des Europäischen Parlaments und zeitgleich auch die neuen Mitglieder des Karlsruher Gemeinderats und der Ortschaftsräte. Das Besondere ist dabei: Erstmals dürfen an den Kommunalwahlen alle Karlsruherinnen und Karlsruher ab 16 Jahren teilnehmen. Ich wünschte mir, dass damit auch bei vielen jungen Menschen das Interesse am politischen Geschehen in unserer Stadt wächst und sie daran mitwirken, es mit gestalten.

Zunächst aber wünsche ich Ihnen und Ihren Familien einen friedlichen vierten Advent, besinnliche Weihnachtstage und einen guten Start ins neue Jahr.

 

Dr. Frank Mentrup

Oberbürgermeister

 
 

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