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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. Dezember 2013

Gute Noten für Wirtschaftsstandort

Unternehmensumfrage 2013 im Wirtschaftsförderungsausschuss vorgestellt

Die Zufriedenheit mit dem Wirtschaftsstandort und der städtischen Wirtschaftsförderung waren die zentralen Punkte der Unternehmens- und Betriebsumfrage 2013, bei der das Amt für Stadtentwicklung dieses Mal den Fokus auf Betriebe richtete, die für Innovation und regionale Netzwerke von besonderer Relevanz sind.

Mit der Auswertung beschäftigte sich der Wirtschaftsförderungsausschuss in der letzten Woche im Rathaus unter der Leitung von Erster Bürgermeisterin Margret Mergen.

Von den angefragten 2.796 Betrieben nahmen 527 an der Online-Befragung teil und die bewerteten den Wirtschaftstandort mit der Gesamtnote 2,6. Überdurchschnittlich gute Noten (1,9 bis 2,1) gab es für die Infrastruktur in Karlsruhe, lediglich die Erreichbarkeit für Fluggäste wurde als "befriedigend" eingestuft. Dagegen lagen bei der Verfügbarkeit von Flächen sowie den Kauf- und Mietpreisen die Bewertungen zwischen 3,4 und 3,9. Bei 10,8 Prozent der Betriebe gibt es sogar Überlegungen Karlsruhe zu verlassen, wobei als Hauptgrund für einen Wegzug die geringe Verfügbarkeit von Flächen genannt wird.

Bei der Befragung wurde ein Mangel an hochqualifizierten Arbeitnehmern und Facharbeitern deutlich, die gerade für die Karlsruher Betriebe besonders wichtig sind. Programme für Wiedereinsteigerinnen sind bei einem Drittel der Befragten bekannt, werden aber nur von 1,8 Prozent genutzt. Die Gesamtnote 2,1 gab es für die Leistungen der Wirtschaftsförderung von den Betrieben.

Wobei die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen (22,8 Prozent), die Unterstützung von Netzwerken und Clustern (21,3 Prozent) und die Unterstützung bei der Suche nach Fach- und Führungskräften (19,9 Prozent) als wichtigste Leistungen gesehen werden. "Diese Auswertungen sind wichtig für die Aktivitäten in der TechnologieRegion Karlsruhe, wie etwa der Fachkräfteallianz, in erster Linie aber für die Ausrichtung der der Angebote der Stadt, um die Zufriedenheit der Beschäftigten und der Betriebe zu erhöhen", sah Erste Bürgermeisterin Margret Mergen die Umfrage als hilfreiches Feedback für die tägliche Arbeit.

Viel Lob gab es im Wirtschaftsförderungsausschuss zum erstmals vorgelegten Jahresbericht des Kultur- und Kreativwirtschaftsbüros K3. Die gemeinsam von Wirtschaftsförderung und Kulturamt gegründete Einrichtung sei bereits als erste Anlaufstelle für die Kreativbranchen in Karlsruhe fest etabliert, wobei die gute Kooperation zweier Ämter einer Verwaltung bundesweit Vorzeigecharakter habe.

Damit ein weiteres Karlsruher Vorzeigeprojekt südöstlich der Kreuzung Fiduciastraße/Südtangente entstehen kann, empfahl der Wirtschaftsförderungsausschuss die Aufstellung eines Bebauungsplans. Direkt an der Südtangente will ein Energiekonzern eine solare Multienergiestation errichten. Dabei vorgesehen ist auch eine Wasserstofftankstelle. Bei dem Projekt soll mit Partnern wie Siemens, Daimler und dem KIT zusammengearbeitet werden. -fis-

 
 

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