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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. Dezember 2013

Kommt Kamin ans Karlstor?

 

Fraktionen sind dagegen / Verwaltung will Alternativen prüfen lassen

Im Jahr 2008 hatte der Gemeinderat den Bebauungsplan zur Umgestaltung der Kriegsstraße mit Autotunnel und oberirdischer Straßenbahn beschlossen. Darin enthalten sind auch ein Abluftkamin und Portalluftabsaugung.

Die Dimensionen dieses möglichen Bauwerks mit 20 Meter Höhe und 5 Meter Durchmesser wurden jedoch erst jetzt im Gemeinderat Gegenstand einer Debatte. Alle Fraktionen waren sich einig, dass ein solcher Abluftkamin nicht am Karlstor stehen soll. Die KAL hatte beantragt, die Kasig mit einer Planungsänderung zu beauftragen, die Freien Wähler stellten den Antrag, die Abgasentlüftung dezentral erfolgen zu lassen und die GfK-Stadträte wollten geprüft wissen, ob durch Einbau eines Filtersystems auf den Kamin verzichtet werden könnte.

OB Dr. Frank Mentrup sagte nun zu, dass die Verwaltung "bis Ende Januar alle Alternativen darstellt" - in wirtschaftlicher, technischer sowie planungsrechtlicher Hinsicht. Diese Alternativen sollen dann im Februar im gemeinderätlichen Planungsausschuss vorgestellt werden. Das Stadtoberhaupt räumte ein: "Keiner hat gerne so einen Kamin, aber wir müssen auch an den Schutz der Anwohner denken."

Lüppo Cramer (KAL) forderte, dass "der Turm nicht realisiert wird". Auch für Stadtrat Jürgen Wenzel (FW) ist der Abluftkamin "inakzeptabel" und Friedemann Kalmbach (GfK) appellierte: "Der Turm darf nicht kommen." Stadtrat Dr. Klaus Heilgeist (CDU) sprach sich ebenso wie Stadträtin Bettina Lisbach (GRÜNE) dafür aus zu untersuchen, welche Alternativen es gibt. Sie schlug dezentrale, kleinere Kamine vor. Doris Bai­tinger (SPD) warnte vor einer Änderung des Bebauungsplans, die zu einer Verzögerung des Kriegsstraßenumbaus führen würde. Und Stadträtin Rita Fromm (FDP) vertraut auf die Kasig, dass der Kamin nicht kommt. -res-

 
 

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