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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. Dezember 2013

Pilotprojekt bei Fragen zur Sexualität

ENGAGEMENT FÜR PROJEKT: Dr. Christine Dörner (Vorsitzende pro familia Karlsruhe, Dritte v. li.) und Gunter Vogel (Rektor Guten-bergschule, Vierter v.li.) und Mitglieder der Initiative. Foto: Knopf

ENGAGEMENT FÜR PROJEKT: Dr. Christine Dörner (Vorsitzende pro familia Karlsruhe, Dritte v. li.) und Gunter Vogel (Rektor Guten-bergschule, Vierter v.li.) und Mitglieder der Initiative. Foto: Knopf

 

Neue Wege in der sexualpädagogischen Beratung geht die "pro familia Karlsruhe". Mit dem Pilotprojekt "Let`s talk about...Du weißt schon was" bietet die Einrichtung Sprechstunden an insgesamt zwölf Schulen im Stadtgebiet an. Ziel ist es, speziell Jugendlichen mit Migrationshintergrund Informationen und Begleitung in Fragen der Partnerschaft und Sexualität zu geben.

Das in Baden-Württemberg einmalige Projekt wurde bereits mit dem großen Präventionspreis der Stiftung für gesundheitliche Prävention Baden-Württemberg ausgezeichnet. Die Initiative wird seit 2013 von der Stadt Karlsruhe finanziert. Kürzlich gaben die Verantwortlichen in der Gutenberg-Schule Infos zu dem niedrig schwelligen Angebot, das konkrete Unterstützung zu Fragen rund um die erste Liebe, Partnerschaft und Familienplanung, Verhütung ungewollter Schwangerschaften oder Schutz vor sexueller Gewalt bietet – in enger Kooperation mit Schulsoziarbeit, Lehrerschaft, und den Eltern.

"Es gibt offensichtlich einen hohen Gesprächsbedarf zu diesen Themen trotz scheinbarer Offenheit in unserer Zeit", sagte Stephan Blum, der mit Fernanda Lozano dem Schul-Projektteam von "pro familia" angehört.

Gerade auch Themen wie eine selbst bestimmte Sexualität der Jugendlichen zähle zu den wichtigen Punkten, so Joachim Sailer, Leiter des Projekts. Ein wichtiger Aspekt sei zudem die Regelmäßigkeit und Nachhaltigkeit des Projekts, betonte Dr. Christine Dörner, Vorsitzende von pro familia Karlsruhe. "Und wir haben ein hervorragendes Team, das altersadäquat mit den Jugendlichen kommuniziert", fügte Christine Dörner hinzu. Der Anteil der Ratsuchenden mit Migrationshintergrund liege in den Schulklassen bei mehr als 30 Prozent. -voko-

 
 

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