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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. Dezember 2013

Unterstützung für Ehrenamtliche

FREIWILLIGENARBEIT: Vom Besuchsdienst im Krankenhaus bis zum Betreuer im Sportverein recht das Spektrum des Ehrenamts, für das der Gemeinderat jetzt eine Anerkennungskultur beschlossen hat. Foto: Fränkle

FREIWILLIGENARBEIT: Vom Besuchsdienst im Krankenhaus bis zum Betreuer im Sportverein recht das Spektrum des Ehrenamts, für das der Gemeinderat jetzt eine Anerkennungskultur beschlossen hat. Foto: Fränkle

 

Gemeinderat billigt Konzept zur Anerkennung ehrenamtlichen Engagements einstimmig

Das Konzept zur Anerkennung ehrenamtlichen Engagements hat der Gemeinderat ohne Aussprache einstimmig gebilligt und die Verwaltung mit der Umsetzung beauftragt. Ansprechpartner für Organisationen und Vereine sowie Einzelpersonen ist mit Rat und Tat das Aktivbüro.

Ausgebaut werden soll beispielsweise die öffentliche Würdigung durch die Vergabe von Ehrenamtszertifikaten und Ehrungsurkunden für engagierte Unternehmen, auch durch den Oberbürgermeister. Individuelle Unterstützung und Fortbildungen bietet das Aktivbüro unter anderem bei der Sponsorensuche. Außerdem stellt es umfangreiche Informationen über rechtliche Themen zur Verfügung. Es erarbeitet eine Darstellung der Möglichkeiten für Nachweise oder Referenzen für den so genannten Qualipass des Landes. Mit dieser Dokumentenmappe können junge Engagierte Fähigkeiten und Kenntnisse außerhalb der Ausbildung nachweisen.

Gerne angenommen werden Dankeschönveranstaltungen oder die neu gestartete Reihe "Blick hinter die Kulissen". Ständig aktualisiert wird im Internet unter www.karlsruhe.de/aktivbuero das Vereinsverzeichnis. Hier ist auch die Online-Freiwilligenagentur zu finden. Plattform zur Gewinnung von Engagierten und Sponsoren ist zudem die Meile des Ehrenamts. Die nächste findet am 13. Juni 2015 statt. Um das Aktivbüro noch bekannter zu machen, geht es auf Wunsch zu Vereinen, Initiativen und Verbänden, gibt eine neue Broschüre über seine Leistungen heraus und intensiviert seine Medienpräsenz. Um letzteres hatte auch die SPD-Fraktion gebeten.

Als Türöffner in der Funktion eines Ehrenamtsausweises erweisen sich Visitenkarten. Neben Bürgermentorinnen und -mentoren sollen sie versuchsweise auch Aktive des Lesepatenprogramms erhalten. Für eine Ehrenamtskarte ohne bürokratischen Aufwand werden in einem Workshop mit Engagierten Kriterien entwickelt. Das bisherige Beitragssystem für Fortbildungsprogramme wird beibehalten.

Wer Grundsicherung und Hilfen zum Lebensunterhalt erhält und nachweislich keiner Organisation angehört, zahlt nichts. Auch Fahrtkosten zum Ort des Engagements werden solchen Engagierten ersetzt. Für Lesepatinnen und -paten soll es jährlich vier bis fünf Kurse umsonst geben. Kriterien für weitere Aufwandserstattungen werden erarbeitet. Eine Bestandsaufnahme von kostengünstigen oder kostenlosen Räumen in städtischem Besitz wird 2014 durchgeführt. Außerdem soll geklärt werden, wo Bürokratieabbau möglich ist. Beteiligungsmöglichkeiten wie den Workshop zur Karlsruher Anerkennungskultur soll es auch künftig geben. Auch über ein soziales Netzwerk kann eine Austauschmöglichkeit eingerichtet werden. Die zusätzlichen Kosten für Neuerungen in Höhe von 8.760 Euro werden ab 2015 eingeplant. -cal-

 
 

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