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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. Februar 2014

Rassismus: Hinschauen bei Diskriminierung

BUNT UND AUSGELASSEN war das "Fest der Vielfalt" im Tollhaus bei der Premiere der "Karlsruher Wochen gegen Rassismus". Auch in diesem Jahr bildet die Veranstaltung den Abschluss. Foto: Bastian

BUNT UND AUSGELASSEN war das "Fest der Vielfalt" im Tollhaus bei der Premiere der "Karlsruher Wochen gegen Rassismus". Auch in diesem Jahr bildet die Veranstaltung den Abschluss. Foto: Bastian

 

Karlsruher Wochen gegen Rassismus vom 15. bis 30. März / 100 Veranstaltungen

Für Vielfalt statt Einfalt werben die Karlsruher Wochen gegen Rassismus, die in zweiter Auflage vom 15. bis 30. März stattfinden. Unter Federführung des städtischen Kulturbüros haben sich lokale Initiativen, Organisationen und Vereine zusammengefunden, um gegen Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung und für Toleranz einzustehen.

Rund 100 Programmpunkte, darunter Vorträge, Workshops, Lesungen und Filme, hinterfragen Stereotypen und Vorurteile und präsentieren Handlungsoptionen. Es gibt ein Freitagsgebet am KIT, ein Rockfestival im Substage, Theater für Kinder („Woanders ist es immer anders“) im Tollhaus und ein Stück für Erwachsene im Staatstheater („Benefiz - Jeder rettet einen Afrikaner“). Auch viele Schulen und Jugendeinrichtungen beteiligen sich an den Wochen gegen Rassismus und spannen so den Bogen für alle Altersgruppen.

Das Festival will nachhaltig sensibilisieren und alltäglichen Rassismus bewusst machen. Und es will jene, die Diskriminierung erleben, zu Wort kommen lassen. Ihnen Gelegenheit geben, ihre Erfahrungen und Anliegen einer breiten Öffentlichkeit darzulegen und so zur Solidarisierung der Stadtgesellschaft beizutragen.

Inspiriert durch den Blog „Ein Fremdwörterbuch“ der Journalistin Kübra Gümüşay thematisiert der Workshop „Schau Hin in Karlsruhe“ (24. März) Benachteiligung, Belästigung und Bedrohung im Alltag und zeigt, wie man sich wehren kann. Erneut aufgegriffen wird auch Diskriminierung in der Gastro- und Clubszene (17. März). Ein Schwerpunkt des Festivals liegt auf Erfahrungen schwarzer Deutscher. Theodor Michael liest am 25. März aus „Deutsch sein und Schwarz dazu“. Einer Geschichte, die „so aberwitzig ist, dass sie erfunden sein könnte“, heißt es im Programmheft. Auch der Karlsruher Ibraimo Alberto stellt seine Biografie „Ich wollte leben wie die Götter. Was in Deutschland von meinen Träumen wurde“ vor (27. März). OB Dr. Frank Mentrup eröffnet die Wochen gegen Rassismus am Samstag, 15. März, um 18 Uhr im Bürgersaal des Rathauses. Den Festvortrag hält  Journalistin Hadija Haruna von der "Initiative Schwarze Menschen in Deutschland" (ISD).

Am Sonntag, 30. März, klingen die Wochen mit einem „Fest der Vielfalt“ im Tollhaus aus. Unter anderem mit einem „Speed-Dating“, bei Flüchtlingsorganisationen Interessierten sagen, wie und wo sie konkret anpacken können. Weitere Infos im stadtweit ausliegenden Heft und unter www.wochen-gegen-rassismus-karlsruhe.de. -maf-

 
 

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