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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 14. März 2014

Umfahrung für Hagsfeld und Rintheim: Lärmschutz sehr wichtig

Variante 1a. Plan: Stadtplanungsamt

Variante 1a. Plan: Stadtplanungsamt

Variante 1b. Plan: Stadtplanungsamt

Variante 1b. Plan: Stadtplanungsamt

Variante 2. Plan: Stadtplanungsamt

Variante 2. Plan: Stadtplanungsamt

Variante 3. Plan: Stadtplanungsamt

Variante 3. Plan: Stadtplanungsamt

 

Bürgerverein Rintheim übergibt Resolution an OB Mentrup

Vor drei Wochen erst hatten OB Dr. Frank Mentrup und die Stadtverwaltung in Hagsfeld über mögliche Umfahrungsvarianten für Hagsfeld und Rintheim informiert. Dienstagabend, 11. März, nun bekam auch der Bürgerverein Rintheim seine Informationsveranstaltung samt Stadtoberhaupt.

Vor vollem Haus in den Rintheimer Stuben machte OB Men­trup zunächst deutlich, dass sich sowohl gemeinderätlicher Planungs­aus­schuss als auch Hagsfeld gegen die Nordumfahrung Hagsfeld ausgesprochen hätten. Für diese Variante wäre außerdem ein Planungszeitraum von mindestens sieben Jahre angesetzt, für 1a/1b mindestens zwei und für Variante 2 mindestens fünf Jahre, wobei diese Zeiträume sehr knapp kalkuliert seien.

Prof. Dr. Anke Karman-Woessner, Leiterin des Stadtplanungsamts, informierte, dass der Bebauungsplan von 1994 keine Grundlage sein könne für Variante 2. Die Varianten 1a/1b und 2 würden für Hagsfeld und Rintheim jeweils laut Verkehrsprognose für das Jahr 2020 eine Entlastung von 2.000 bis 5.000 Fahrzeugen pro Tag bringen. Für die Südumfahrung würden 20 000 bis 25.000 Fahrzeuge täglich erwartet.

An Lärmschutzmaßnahmen werde in jedem Fall gedacht. Dies ist vielen Bürgern ein Anliegen. Und Gerhard Schönbeck, Leiter Tiefbauamt, erläuterte, dass sich die Rad­ver­bindungen durch eine Südumfahrung nicht verschlechtern werden.

In einer bislang von 460 Bürgerinnen und Bürgern unterschriebenen Resolution spricht sich der Bürgerverein Rintheim für die Varianten 1a/1b oder 2 ("mit äquivalenter Lärmschutzmaßnahme"), für den Erhalt der Rintheimer Straße als Fuß- und Radweg sowie für eine Weiterführung der Umfahrung über die Haid-und- Neu-Straße aus.

Der Vorsitzende Dr. Helmut Rempp überreichte die Resolution OB Men­trup, der unterstrich: "Wir hätten große Mühe beim Land für eine 1,1 Kilometer lange und 80 Millionen Euro Straße eine hohe Priorität bei der Förderfähigkeit zu bekommen." Thomas Schäffner von der Bürgerkommission Hagsfeld sprach sich gegen die Varianten 2 und 3 aus: "Wir wollen auch nicht, dass Rintheim belastet wird." Als nächstes ist nun der Gemeinderat am Zug. "Er muss einen klaren Auftrag geben, welche Variante realisiert werden soll", so Mentrup. -res-

Drei Varianten für die Umfahrung:

Variante 1a/1b

Südumfahrung Hagsfeld: 2-spurige Straße mit 840 Meter langer Grund­wasserwanne (1a: auf 4 Spuren erweiterbar), Kosten: 80 (1b: 65) Millionen, Bebauungsplan vorhanden

Variante 2

"abgespeckte" Südumfahrung Hagsfeld: 2-spurige Straße mit 340 Meter langer, 2-spuriger Grundwasser­wanne, ebenerdiger Anschluss an die Haid-und-Neu-Straße, kein Bebauungsplan vorhanden, keine Erweiterungsmöglichkeit; Kosten: 35 Millionen Euro

Variante 3

Nordumfahrung Hagsfeld: 2-spurige Straße, kein Baurecht, Schutzgebie­te betroffen, Kosten: 27 Millionen

 

 
 

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