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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. Mai 2014

Kommunalwahl: CDU und SPD vorne in je drei Ortschaftsräten

RATHAUS GRÖTZINGEN: Hier kommt der Ortschaftsrat zu seinen Sitzungen zusammen. Der neu gewählte Rat hat 18 Mitglieder. Foto: Fränkle

RATHAUS GRÖTZINGEN: Hier kommt der Ortschaftsrat zu seinen Sitzungen zusammen. Der neu gewählte Rat hat 18 Mitglieder. Foto: Fränkle

 

Große Verluste für die FDP / Grüne legen in Neureut deutlich zu / Bürger für Wettersbach holen 20,8 Prozent

Wie schon in den Vorjahren lag die Beteiligung bei den Wahlen zu den sieben Karlsruher Ortschaftsräten höher als bei den Wahlen zum Gemeinderat.

Hohenwettersbach erreichte den Spitzenwert von 64,5 Prozent, gefolgt von Wettersbach, Stupferich und Grötzingen mit jeweils über 50 Prozent. Auch Wolfartsweier und Neureut lagen über den 45,2 Prozent Wahlbeteiligung, die in Karlsruhe bei der Wahl zum Gemeinderat erreicht wurden. Lediglich Durlach blieb mit 44,2 Prozent darunter. Große Verluste verzeichnete bei den Ortschaftsratswahlen vor allem die FDP, in Durlach etwa reduzierte sich der Stimmenanteil fast um die Hälfte im Ver­gleich zu 2009. Die CDU bleibt in Durlach, Wettersbach und Neureut stärkste Fraktion, die SPD behauptet sich erneut in Grötzingen, Hohenwettersbach und Wolfartsweier. In Stupferich hat die Freie-Wähler-Vereinigung wieder die Nase vorne.

In Durlach mit seinen 23 707 Wahlberechtigten kommt die CDU mit 32,7 Prozent erneut auf sieben  Sitze, gefolgt von den Grünen, die mit 26,7 Prozent ebenfalls wieder auf sechs  Sitze kommen. Die SPD erreicht mit 22,2 Prozent wie 2009 insgesamt fünf  Sitze im Ortschaftsrat, die FDP hat mit 8,8 Prozent nur noch zwei - 2009 waren es bei 16,7 Prozent der Stimmen vier im Ortschaftsrat. Und die Freien Wähler, die 2009 nicht vertreten waren, erreichen ebenfalls 2 Plätze - mit 9,6 Prozent der Stimmen.

In Grötzingen behält die SPD mit 34,7 Prozent ihre sechs  Sitze, die CDU gewinnt durch 31,6 Prozent einen dazu und zieht mit der SPD gleich. 22,5 Prozent der 4 023 Wählerinnen und Wähler  haben sich für die Grüne Liste Grötzingen entschieden, die damit wie schon 2009 auf vier Mandate kommt, während die FDP mit 11,1 Prozent eines  verliert und nun nur noch mit zweien vertreten ist. Vor vier Jahren konnten die Liberalen noch 16,0 Prozent der Stimmen verbuchen.

In Stupferich waren vergangenen Sonntag insgesamt 2 273 Bürgerinnen und Bürger zur Kommunalwahl aufgerufen. Die 1 301 Wählerinnen und Wähler entschieden sich mit 51,9 Prozent für die Freie-Wähler-Vereinigung (FWV), die damit auf sechs Sitze im Ortschaftsrat kommt. Vor vier Jahren waren es 44,4 Prozent und fünf Plätze. An die CDU gingen aktuell 48,1 Prozent der Stimmen, sie gewinnt einen Sitz hinzu und kommt damit nun ebenfalls auf sechs Sitze. Die SPD war hier nicht mehr angetreten.

In Hohenwettersbach kann die Liste von SPD/BL-Ho 50,8 Prozent und vier  Mandate verbuchen, während die CDU nur noch 40,5 Prozent und drei Sitze erreicht. Vor vier Jahren waren es 48,8 Prozent (vier  Sitze) für die CDU und 51,2 Prozent (ebenfalls vier  Sitze) für die Sozialdemokraten gewesen. Damals nicht angetreten waren die Freien Wähler, die auf 8,8 Prozent kommen und nun mit einem Sitz im Ortschaftsrat vertreten sind. In Hohenwettersbach hätten 2 240 Wahl­berechtigte ihr Kreuzchen machen können, an die Urnen gingen 1 445, herausragende 64,5 Prozent.

In Wolfartsweier waren 2 607 Bürgerinnen und Bürger zur Wahl aufgerufen. 49,5 Prozent der 1 274 Wählerinnen und Wähler, die tatsächlich an die Urnen gingen oder die Möglichkeit der Briefwahl nutzten, gaben der SPD ihre Stimme (fünf Sitze), 36,2 Prozent der CDU (vier Sitze) und 14,3 Prozent der FDP (ein Sitz). Die SPD konnte einen Sitz hinzugewinnen, während die FDP einen verloren hat. Die CDU hielt ihre vier  Sitze, die sie bereits im Jahr 2009 erreicht hatte.

In Wettersbach mit seinen insgesamt 4 825 wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürgern machten 58, 2 Prozent von ihrem Recht auf Mitbestimmung Gebrauch. CDU/FW erreichten mit 41,4 Prozent der Stimmen sieben Sitze im Ortschaftsrat und konnten das Ergebnis von 2009 halten. Damals erreichten CDU/FW sieben  Sitze bei 43,3 Prozent. Die SPD hingegen verliert mit 25,8 Prozent zwei und ist jetzt nur noch mit vier  Mitgliedern vertreten. 2009 waren es sechs. Die FDP kommt mit 12,0 Prozent auf zwei Sitze (2009: 22,3 Prozent = 3 Sitze) und die "Bürger für Wettersbach", die 2009 noch nicht angetreten waren, erreichen mit 20,8 Prozent der Stimmen prompt insgesamt drei  Sitze.

In Neureut schließlich bleibt die CDU mit acht  Sitzen stärkste Fraktion im Ortschaftsrat. Sie erreicht 38,4 Prozent der Stimmen und erhöht ihren Anteil damit leicht im Vergleich zu 2009 (37,3 Prozent). Die SPD kann 25,3 Prozent der Stimmen hinter sich vereinen und ist damit - wie schon bei der Wahl vor vier Jahren - mit fünf  Sitzen im vertreten. Die FDP verliert zwei   und kommt nun mit 16,6 Prozent nur noch auf drei Plätze.. Die Grünen hingegen können deutlich zulegen und erreichen mit 19,1 Prozent vier Sitze. 2009 waren es bei 11,7 Prozent  zwei. Vor vier Jahren nicht zur Wahl angetreten war "Zukunft Neureut", die bei der aktuellen Wahl 0,6 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnten. -res-

 
 

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