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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. Juli 2014

Krankenhäuser: Besseres Bild in der Gesellschaft

TAG UND NACHT BEREIT: Das Städtische Klinikum und die anderen Kliniken in Karlsruhe und Umgebung werben derzeit in einer Anzeigenkampagne gemeinsam für ein besseres Ansehen in der Öffentlichkeit. Foto: Fränkle

TAG UND NACHT BEREIT: Das Städtische Klinikum und die anderen Kliniken in Karlsruhe und Umgebung werben derzeit in einer Anzeigenkampagne gemeinsam für ein besseres Ansehen in der Öffentlichkeit. Foto: Fränkle

 

Bis morgen Anzeigenserie

Die Krankenhäuser in Deutschland kämpfen mit einem nach eigener Wahrnehmung nicht allzu guten öffentlichen Bild. Sie sehen sich in den Medien mit negativen Schlagzeilen konfrontiert. Darauf reagieren Deutsche und Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft mit einer Imagekampagne.

Die Krankenhäuser in der Stadt und im Landkreis Karlsruhe greifen in dieser Woche mit einer Anzeigenkampagne in der Tagespresse das Motto „Wann immer das Leben uns braucht“ auf. Sie stellen die Aufgaben der Krankenhäuser dar, die üblicherweise nicht direkt im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Sie wollen damit daran erinnern, dass sie viele Dinge tun, die zwar nach ihrem Selbstverständnis zu ihren Aufgaben gehören, an die aber  Menschen außerhalb des Klinikbereiches nicht unbedingt sofort denken. Bei einem Mediengespräch erläuterten Vertreter der beteiligten Häuser am Montag, 7. Juli, die Aktion.

An diesem Tag stand das Thema Notfallbehandlung im Mittelpunkt. Alle Kliniken halten Material und Personal vor, um zeitnah Behandlungen vorzunehmen, die nicht planbar sind. Dies gilt auch für Katastrophenfälle wie Massenunfälle, Hochwasserereignisse oder Großbrände, die am gestrigen Donnerstag Thema der Anzeige waren.

In diesen wie in vielen anderen Fällen sind die Kliniken nicht Konkurrenten auf dem Markt, sondern arbeiten eng zusammen. Dies betonten unisono der Ärztliche Direktor des Städtischen Klinikums, Prof. Dr. Martin Hansis und seine Kollegen vom St. Vincentius-Klinikum, Prof. Dr. Karl Jürgen Lehmann, und von der kleineren Paracelsus-Klinik, Dr. Johannes Wawer Matos. Auch Kurt Bühler, Erster Landesbeamter beim Landkreis Karlsruhe und Maik Beltrame von der Evangelischen Diakonissenanstalt pflichteten bei, während der Personalleiter des Vincentius-Klinikums, Michael Ohlenschläger, die hohe Ausbildungskompetenz aller Kliniken und ihre fachliche Zusammenarbeit auf diesem Gebiet herausstrich. Ausbildung war am Mittwoch Thema.

Am heutigen Freitag stellen die beteiligten Krankenhäuser dar, wie sie gemeinsam auf Epidemien reagieren werden. Morgen widmen sie sich dem Thema Geburtshilfe.

Auf die Kampagne begleitende Aktionen in den Kliniken haben die Häuser in diesem Jahr weitgehend verzichtet. Außer dem SRH-Klinikum in Karlsbad-Langensteinbach. Interessierte konnten dort gestern an ihren eigenen Händen feststellen, wie wichtig eine gute Händehygiene vor allem in einem Krankenhaus ist. Sie hatten die Möglichkeit, frisch gewaschene Hände unter eine Schwarzlichtlampe zu halten und so festzustellen, wie viele Keime trotzdem zurück geblieben waren. -erg-

 
 

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