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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. Oktober 2014

Forst: Brennholz aus Karlsruher Wäldern

 

Zwei Sortimente im Angebot / Per Formular bestellen / Mindestmenge fünf Kubikmeter

Bürgerinnen und Bürger können ab sofort wieder für den privaten Verbrauch Brennholz aus den Karlsruher Wäldern bestellen.

Die Forstabteilung des städtischen Liegenschaftsamts bietet zwei verschiedene Sortimente an: sogenanntes Brennholz lang, also an Waldwegen liegende Holzstämme zwischen 4 und 15 Metern Länge, sowie sogenannte Flächenlose, also Holzteile und Äste, die bei der Holzernte im Wald liegen geblieben sind.

Der Preis für Brennholz lang beträgt wie im Vorjahr 56 Euro je Kubikmeter. Ab einer Abnahmemenge von 15 Kubikmetern liegt der Preis bei 53 Euro. Die Mindestbestellmenge liegt bei 5 Kubikmetern, die maximale Bestellmenge bei 50 Kubikmetern. Die Bestellung von Brennholz lang kann bis 15. Dezember nur online erfolgen unter forstbw.de/produkte-dienstleistun­gen/­holz/bhf.html.

Wer sein Brennholz preisgünstiger erwerben will, muss in einem Flächenlos das bei der Holzernte übrig gebliebene Holz von Ästen oder Stammteilen klein sägen und an den Waldweg bringen. Der Preis für Holz aus einem Flächenlos liegt zwischen 10 und 20 Euro je Raummeter (1 Raummeter = 0,7 Kubikmeter), also zwischen 14,30 und 28,60 Euro je Kubikmeter.

Dieses Brennholz-Sortiment kann schriftlich über ein entsprechendes Formular bestellt werden. Das Bestellformular liegt bei den Ortsverwaltungen aus, steht auf www.karlsruhe.de zur Verfügung oder lässt sich per E-Mail an forst@la.karlsruhe.de anfordern. Der Revierleiter arbeitet die Bestellungen nach dem Eingangsdatum ab. Nach Bereitstellung des Brennholzes erhalten die Bestellerinnen und Besteller dann Informationen zu Zahlungsmodalitäten und -fristen. In den Bergdörfern werden die Flächenlose auch in Versteigerungen verkauft. Die Ortsmitteilungsblätter geben die Versteigerungstermine und -orte rechtzeitig bekannt Bei der Online-Bestellung für Brennholz lang oder mit dem Bestellformular für das Flächenlos müssen Besteller und Bestellerinnen bestätigen, dass sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen akzeptiert, entsprechende Sicherheitsvorschriften beachtet und an einem Motorsägenlehrgang teilgenommen haben.

Der Stadt- und Staatswald Karlsruhe ist mit dem Nachhaltigkeitszertifikat PEFC ausgezeichnet, der Staatswald zusätzlich noch mit dem FSC Zertifikat. Die Standards beider Zertifikate schreiben beim Motorsägeneinsatz im Wald die Verwendung von biologisch abbaubarem Sägeketten-Haftöl vor. Als Treibstoff für die Motorsäge darf ausschließlich sogenannter Sonderkraftstoff (benzolfreies Benzin) verwendet werden. Zudem ist bei der Arbeit mit der Motorsäge das Tragen einer speziellen Schutzausrüstung verpflichtend. Wichtigste Bestandteile sind dabei der Schutzhelm mit Gehör- und Gesichtsschutz sowie eine mit speziellem Schnittschutz ausgestattete Hose und Schnittschutzschuhe. Diese Vorgaben dienen dem Schutz der Umwelt und der Gesundheitsvorsorge der Anwenderinnen und Anwender.

Das frisch aufgearbeitete Brennholz sollte erst nach einer Lager- und Trocknungszeit von zwei bis drei Jahren verfeuert werden. Deshalb braucht der Betrieb von Holzfeuerun­gen mit Waldholz immer eine längere Vorlaufzeit und Lagerkapazitäten. Ofenfertiges und bereits tro­ckenes Brennholz bietet die Forst­verwaltung nicht an. Der Forst rät wegen des Diebstahlrisikos, das aufgearbeitete Brenn­holz möglichst schnell nach Hause oder an einen sicheren Lagerort zu bringen. -red-

 
 

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