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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 31. Oktober 2014

Gemeinderat: Kita-Ausbau geht voran

KITAS BRAUCHEN GELD und vor allem genug Plätze. Der Gemeinderat beschloss jetzt Förder- und Schutzkonzepte. Foto: Fränkle

KITAS BRAUCHEN GELD und vor allem genug Plätze. Der Gemeinderat beschloss jetzt Förder- und Schutzkonzepte. Foto: Fränkle

 

Weiter neue Gruppen geplant / Gemeinderat begrüßt Förder- und Schutzkonzepte

Seit Langem werden in Deutschland zu wenige Kinder geboren. In Karlsruhe aber zeigen Prognosen gegen den Bundestrend steigende Zahlen bis 2030. Um die benötigte Betreuung zu sichern, treibt die Stadt den Kita-Ausbau voran.

Das neue, einstimmig vom Gemeinderat beschlossene Projekt sieht 177 weitere Plätze vor: 113 davon für Unterdreijährige, 64 im Ü3-Bereich. So sind für Durlach, Hagsfeld, Innenstadt-West, Waldstadt und Wettersbach neue Gruppen geplant. Ende 2016 sollen dann 47 Prozent der jüngsten Kinder und 98,7 Prozent der Jungen und Mädchen zwischen dem Alter von drei Jahren und dem Schuleintritt in Kitas untergebracht werden können.

Als Reaktion auf deutlich gestiegene Mietpreise und Bauanforderungen hat der Gemeinderat ferner einstimmig eine Erhöhung der Mietkostenzuschussobergrenze von zehn auf zwölf Euro pro Quadratmeter gebilligt. Dies gilt aber nur für neu errichtete, generalsanierte oder erweiterte Kitas, die ab dem 1. Januar 2015 in Betrieb gehen.

Im Sinne der Inklusion wird künftig außerdem jeder Einrichtung pro Kind mit anerkannter Behinderung das Zehntel einer zusätzlichen Stelle zugesprochen. Per Mehrheitsbeschluss sind zugleich künftig auch pädagogische Tage und solche, die der Fortbildung dienen, Schließtage.

Kritik daran übten vor allem GRÜNE und KULT-Fraktion. Dass die Entwicklung eines Sprachbildungskonzepts ausgeweitet wird, unterstützten alle Stadträte ohne Diskussion. Die 20 bislang involvierten Kitas werden auch künftig bezuschusst, zum neuen Jahr kommen 14 weitere hinzu. Eine Förderrichtlinie regelt unter anderem die Auswahl der Kitas, den Umfang der Hilfen und die Qualitätssicherung. Die Sprachbildung ist eingebettet in Karlsruhes umfassende Integrationsbemühungen.

Angelehnt an das Bundeskinderschutzgesetz erweitert die Stadt ihre Anstrengungen zur Bekämpfung sexuellen Missbrauchs in Organisationen wie Vereinen und Verbänden. Der Gemeinderat segnete einstimmig eine Vorlage ab, die den Tätigkeitsausschluss einschlägig vorbestrafter Personen ermöglichen soll. Der Arbeitskreis "Sexueller Missbrauch in Institutionen" ist mit Umsetzung der Vorgabe betraut. Zu den Zielen zählen ein Schutz- und Präventionskonzept sowie die Einbindung aller Jugendgruppen, die auch selbst Verantwortung übernehmen sollen. -mab-

 
 

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