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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 9. Januar 2015

Statistik: Ruf als Studentenstadt zeigt Wirkung

HOCHSCHULLANDSCHAFT: Fast 42.000 junge Menschen studieren in Karlsruhe, die meisten davon an KIT, Hochschule für Technik und Wirtschaft, PH oder Dualer Hochschule. Foto: Fränkle

HOCHSCHULLANDSCHAFT: Fast 42.000 junge Menschen studieren in Karlsruhe, die meisten davon an KIT, Hochschule für Technik und Wirtschaft, PH oder Dualer Hochschule. Foto: Fränkle

 

Zuwanderung sorgt für Bevölkerungswachstum in Karlsruhe / Ende 2013 fast 42.000 Immatrikulierte / Unangefochtenes Beschäftigungszentrum am Mittleren Oberrhein

Karlsruhe hat etwas von einer Boomtown. In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Bevölkerung um 14.000 Personen gewachsen. Ende 2013 lebten 310.227 Menschen in der Fächerstadt. Das Statistische Jahrbuch der Stadt Karlsruhe sieht in der Zuwanderung aus dem Ausland und der Attraktivität als Studentenstadt die Hauptursachen für das Wachstum.

Durch die anhaltenden Zuzüge aus dem Ausland hat sich auch die Nationalitätenstruktur der Karlsruher Bevölkerung verschoben. Personen aus den „klassischen Gastarbeiterländern“ Türkei und Italien liegen zwar noch an der Spitze, doch bildeten Personen aus Rumänien am Jahresende 2013 die drittgrößte Ausländergruppe in der Fächerstadt. Dahinter folgten Staatsangehörige aus Polen, Kroatien, Serbien-Montenegro, Frankreich, Russland und China.

26,7 Prozent mit Migrationshintergrund

Nach dem vom Amt für Stadtentwicklung vor kurzem vorgelegten Statistischen Jahrbuch 2014 wohnten Ende 2013 insgesamt 48.234 Ausländerinnen und Ausländer in Karlsruhe, das entspricht einem Anteil von 16,5 Prozent. Bereits mehr als ein Viertel der Bevölkerung hatte einen Migrationshintergrund (78.332 Personen oder 26,7 Prozent).

Daneben ist der Ruf Karlsruhes als attraktive Studentenstadt nach wie vor ungebrochen. Seit Jahren steigen die Zahlen der Studentinnen und Studenten an den hiesigen Hochschulen an und erreichten mit 41.785 Immatrikulierten zum Wintersemester 2013/14 einen neuen Rekordstand. Fast 60 Prozent davon (24.528) studierten am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), weitere 8.100 an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft. Zusammen mit der Pädagogischen Hochschule (3.911 Studenten) und der Dualen Hochschule (3.043) entfielen damit rund 95 Prozent der Studenten auf diese vier größten Hochschulen im Stadtgebiet.

Rekordstand bei Arbeitsplätzen

Mit Blick auf die Bereiche Wirtschaft und Arbeit ist Karlsruhe mit zuletzt 229.300 Erwerbstätigen weiterhin das unangefochtene Beschäftigungszentrum am Mittleren Oberrhein. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg bis Ende 2013 auf einen neuen Rekordstand von 165.135 Personen am Arbeitsort an. Seit 2005, dem Jahr mit dem letzten Beschäftigtentiefstand (148.006 Sozialversicherungspflichtige), kamen über 17.100 Frauen und Männer in versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen hinzu, das entspricht einem Plus von 11,6 Prozent.

Neue Arbeitsplätze entstanden nach dem Statistischen Jahrbuch ausschließlich im Dienstleistungsbereich. Dort vor allem im Handel und im Gastgewerbe sowie in den Sparten Information und Kommunikation, Finanz- und Versicherungsdienstleister sowie freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleister.

Demgegenüber entwickelte sich die Zahl der versicherungspflichtigen Voll- und Teilzeitbeschäftigten im Gesundheits- und Sozialwesen rückläufig. Gleiches gilt für das Produzierende Gewerbe, dessen Anteil an der Karlsruher Wirtschaft mittlerweile auf nur mehr 17,9 Prozent geschrumpft ist. -trö-

 
 

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