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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 16. Januar 2015

Neujahrsempfang der IHK Karlsruhe: Industrie 4.0 im Mittelpunkt

VIRTUELLE ZEITREISE durch 300 Jahre Stadtgeschichte. IHK gratulierte Karlsruhe mit Performance zum Geburtstag. Foto: Fränkle

VIRTUELLE ZEITREISE durch 300 Jahre Stadtgeschichte. IHK gratulierte Karlsruhe mit Performance zum Geburtstag. Foto: Fränkle

 

Grenke sieht TRK als treibende Kraft/Mentrup wirbt für mehr Engagement der Unternehmen

Die "Digitale Wirtschaft" und die Herausforderungen der vierten industriellen Revolution hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Karlsruhe zu zentralen Themen des Jahres 2015 erhoben

"Die digitale Vernetzung der gesamten wirtschaftlichen Wertschöpfungskette schreitet voran", betonte IHK-Präsident Wolfgang Grenke beim traditionellen Neujahrsempfang der Kammer vor rund 1.300 geladenen Gästen aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens am Montag im Brahmssaal.

Kennzeichen der "Industrie 4.0" seien "intelligente Fabriken", in denen die Maschinen miteinander sprächen und die Produktion sich selbst organisiere. Und diese Industrie 4.0 benötige auch „Mitarbeiter 4.0“, ausgestattet mit dem erforderlichen Know-how. Die TechnologieRegion Karlsruhe als „Schnittstelle zwischen realer und virtueller Welt“ besitzt in den Augen Grenkes alle Potenziale, um diese Revolution voran zu treiben.

Zwei Dinge seien allerdings Grundvoraussetzungen für die Umsetzung und Weiterentwicklung digitaler Innovationen: IT-Sicherheit und leistungsfähige Netze. "Der Ausbau der Breitbandinfrastruktur ist noch wichtiger als Verkehrsanbindung und Grundstückspreise", stellte Grenke die Prioritäten klar. „Grundsätzlich geht es Wirtschaft und Industrie in der TechnologieRegion Karlsruhe gut, und wir werden alles dafür tun, dass das auch 2015 so bleibt“, bekannte der IHK-Präsident zu Beginn des Stadtgeburtstagsjahres 2015.

„Wir sind hier eine der stärksten Wirtschaftsregionen Deutschlands“, unterstrich auch Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup in seinem Grußwort und appellierte an die Unternehmen, sich finanziell stärker für das Marketing der TechnologieRegion Karlsruhe zu engagieren. Beim Bruttoinlandsprodukt habe die Region 2014 die 40-Milliarden-Euro-Marke „geknackt“ und sich mit diesem Wert an die Metropolregion Rhein-Neckar „herangepirscht“.

Gravierender Unterschied aber: Der TRK stünden nur zehn Prozent der Mittel zur Verfügung, welche die Metropolregion pro Jahr für regionales Management und Marketing aufwenden könne. Das Jahr 2015 solle deshalb genutzt werden, die TRK, die bisher sehr stark von der Politik getrieben sei, von einem noch breiteren Bündnis voran zu bringen, forderte Mentrup auf und erinnerte an die Gründungsidee der TRK, nämlich Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zum Wohle der Region zusammen zu bringen.

Grußworte und „Innovations-Talk“ mit Köpfen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur waren beim IHK-Neujahrsempfang eingebettet in eine spektakuläre, virtuelle Zeitreise durch 300 Jahre Stadtgeschichte. OB Mentrup lud denn auch ein zum Stadtgeburtstag 2015. Mit den zahlreichen Programmbeiträgen auch aus der TRK werde der Festivalsommer zu einem „Markt- und Schauplatz der gesamten Region“. -bw-

 
 

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