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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 16. Januar 2015

Wieder Vesperkirche: Chance zum Dialog und für Hilfe

IM GESPRÄCH: OB Frank Mentrup hört einem Teilnehmer der Vesperkirche zu, daneben, Pfarrer Wolfgang Stoll und Pfarrerin Lara Pflaumbaum. Foto: Knopf

IM GESPRÄCH: OB Frank Mentrup hört einem Teilnehmer der Vesperkirche zu, daneben, Pfarrer Wolfgang Stoll und Pfarrerin Lara Pflaumbaum. Foto: Knopf

 

Johanniskirche ist Treff

Am vergangenen Sonntag, 11. Januar, startete im zweiten Jahr die Vesperkirche mit einem Eröffnungsgottesdienst in der Johanniskirche am Werderplatz.

Einen Monat lang (bis 8. Februar, täglich von 11 bis 16 Uhr) erhalten dort Bedürftige ein warmes Mittagessen, Kaffee und Kuchen, einen Vesperbeutel sowie medizinische Versorgung oder beispielsweise einen neuen Haarschnitt – dank des Engagements von rund 400 Ehrenamtlichen.

„Wir freuen uns sehr, dass die Stadt Karlsruhe dieses Projekt wohlwollend unterstützt und dass Oberbürgermeister Frank Mentrup wieder als Schirmherr fungiert“, sagte Pfarrer Wolfgang Stoll. Die Vesperkirche ist ein Kooperationsprojekt des Diakonischen Werks, der Evangelischen Kirche, der Johannis-Paulus-Gemeinde und der Stadt, das überwiegend durch Spenden finanziert wird.

Betreut wird das Projekt von Südstadt-Pfarrerin Lara Pflaumbaum, die betonte, dass durch das erlebte Miteinander eine echte Gemeinschaft entstehe. „Es geht auch darum, Solidarität zu üben, Raum für Begegnungen zu schaffen, ins Gespräch zu kommen und sich gegenseitig kennen zu lernen“, sagte OB Mentrup in seiner Rede beim Gottesdienst.

Mehr als zwanzig Prozent der Menschen in Karlsruhe hätten weniger als fünfzig Prozent dessen, was für ein adäquates Leben notwendig sei. Viele hätten keine Chance jeden Tag ein warmes Essen zu bekommen oder gesellschaftlichen Anschluss zu finden. Umso wichtiger sei es, dass eine Wertegesellschaft für das gemeinsame Miteinander eintrete. „Hier in der Vesperkirche wird ein unglaublich profundes Angebot gemacht.

Neben einem warmen Essen und verschiedenen Hilfsangeboten wird hier mitten in der Südstadt Gemeinschaft entwickelt und gelebt.“ Der Rathauschef bedankte sich bei allen Projektbeteiligten und ließ auch den Terrorakt in Paris, der die Welt schockierte, nicht unerwähnt. „Wir können und werden es nicht zu lassen, dass ein Keil zwischen Muslimen und den anderen Weltreligionen getrieben wird.“ Man müsse deutlich zwischen friedlichen Muslimen und radikalen Islamisten unterscheiden. -voko-

 
 

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