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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. Februar 2015

Migration: Dialog auf Augenhöhe

Im März gibt es deutsch-türkische Biografiegespräche

Sie leben im selben Land, besuchen dieselbe Schule, haben den gleichen Beruf - und trotzdem ist der Dialog zwischen türkeistämmigen Zuwanderinnen und Zuwanderern und einheimischen Deutschen selten. Ändern sollen das die deutsch-türkischen Biografiegespräche des städtischen Büros für Integration, die eine Begegnung auf Augenhöhe anregen möchten.

Im Oktober letzten Jahres war Premiere, jetzt findet die Veranstaltung vom 20. bis 22. März ihre Fortsetzung. Von Freitagabend bis Sonntagmittag erzählen sich jeweils vier Türkeistämmige und Deutsche in einer moderierten Gruppe und in geschütztem Rahmen aus ihrem Leben und davon, was sie geprägt hat. Verpflegung und Übernachtung sind kostenlos. Weitere Begegnungen organisieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann selbst.  

Die Idee der deutsch-türkischen Biografiegespräche fußt auf dem „Gödelitzer Modell“, das den Dialog zwischen Ost- und Westdeutschen anregen wollte. Der Ansatz wurde 2009 auf Türkeistämmige und Deutsche übertragen und wird heute an mehreren Standorten in Deutschland erfolgreich praktiziert.

OB Dr. Frank Mentrup begrüßt das Projekt. Trotz gegenseitiger Akzeptanz und offenem Miteinander „erleben wir auch in Karlsruhe immer noch viele Barrieren.“ Solche Gespräche seien „absolut notwendig und fundamental für die Zivilgesellschaft, um Vorurteile abzubauen“, so Mentrup. Wer dabei sein möchte, kann sich per Telefon 0721/133-57 64 oder per E-Mail an attila.tuna@sjb.karlsruhe.de an das Büro für Integration wenden. -red-

 
 

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