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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. Februar 2015

Wirtschaft: Energie gemeinsam nutzen

Wirtschaftsförderausschuss beriet über "Smart Quarter"

Im Rahmen der Initiative SmarterCity befasste sich der Wirtschaftsförderungsausschuss unter Leitung von Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz mit dem Konzept für ein "Smart Quarter" und ein energieeffizientes Gewerbegebiet. Außerdem standen das Gründer- und Nachhaltigkeitszentrum Energie und den Hauptbahnhof Süd auf der Tagesordnung.

Angestoßen werden soll unter Federführung des Cyberforums in Kooperation mit dem KIT die Netzwerkbildung für ein "Smart Quarter" Karlsruhe als einem von drei Leuchttürmen für die Smarter City. Für dieses Modellquartier sollen Akteure aus Wirtschaft, Forschung, und Verwaltung mit der Bewohnerschaft verschiedene Handlungsfelder gestalten.

Ziel ist ein lebenswerter, nachhaltiger und zukunftsfähiger urbaner Lebensraum, der den sozialen, ökologischen und ökonomischen Ansprüchen eines modernen Stadtteils entspricht.

Möglichkeiten für ein energieeffizientes Gewerbegebiet am Beispiel des Areals Pfannkuchstraße/Michelinstraße (Michelin, Metz sowie die Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken und dm samt Rechenzentren) loteten die Hochschule Karlsruhe und das Fraunhofer ICT im Auftrag des EnergieForums der Smarter City  aus. Ziel ist, gemeinsame Einsparungs- und Energienutzungspotentiale möglichst aller Firmen eines Gebietes heraus zu finden.

Analysiert wurden der Energiebedarf, die Energieversorgung, Verbrauch und Energiemanagement. Das Gremium nahm zur Kenntnis, dass hier die EU-Energieziele (Reduktion der Treibhausgase um 40, Erhöhung der Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien um 30, der Energieeffizienz um 40 Prozent) bei genügend Eigenkapital erreicht werden können. Außerdem würden sich laut Studie Anlagen bei direkter Abwärmenutzung in weniger als vier Jahren amortisieren, könne elektrischer Bedarf lokal zu 40 Prozent erzeugt werden. Energieverbünde könnten nach Wegfall der EEG-Vergütung wirtschaftliche Vorteile bringen. CO2-Einsparungen lägen bei etwa 25 Prozent.

Speicher rechneten sich nicht, wohl aber die Kombination und gemeinsame Nutzung  verschiedener Energiearten, meinte ein Firmenvertreter. Solche energieeffizienten Untersuchungen will die Wirtschaftsförderung auf weitere Gewerbegebiete ausdehnen. -cal-

 
 

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