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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. März 2015

Gegen Rassismus: 99 Ideen gegen Diskriminierung

INTENSIVE VORBEREITUNG: Das Festival lebt von lokalen Initiativen, Vereinen und Organisationen, die sich unter Federführung des Kulturbüros gegen Ausgrenzung und Vorurteile engagieren. Foto: pr

INTENSIVE VORBEREITUNG: Das Festival lebt von lokalen Initiativen, Vereinen und Organisationen, die sich unter Federführung des Kulturbüros gegen Ausgrenzung und Vorurteile engagieren. Foto: pr

 

Karlsruher Wochen gegen Rassismus mit üppigem Programm

Gleich 99 Ideen gegen Diskriminierung: Bundesweit einzigartig ist die Fülle an Veranstaltungen bei der dritten Auflage der Karlsruher Wochen gegen Rassismus vom 13. bis 29. März.

Ob Vorträge, Lesungen, Diskussionen, Theater, Filme oder Konzerte - die Bandbreite ist groß. Weltweit bestimmen derzeit Flüchtlingsschicksale, die Anschläge in Paris und in Kopenhagen und der wachsende Rechtspopulismus bei Pegida die Schlagzeilen.

„Spätestens mit der Globalisierung können wir in Europa, in Deutschland, aber auch in Karlsruhe nicht unbeteiligt Beobachtende der weltweiten Fehlentwicklungen sein“, erklärt dazu OB Dr. Frank Mentrup.
Die Karlsruher Eröffnungsveranstaltung am Montag, 16. März, um 18 Uhr im Bürgersaal des Rathauses ist gleichzeitig der deutschlandweite Auftakt der 20. Internationalen Wochen gegen Rassismus.

Nach dem Grußwort von OB Mentrup spricht Dr. Jürgen Micksch vom Interkulturellen Rat Deutschland. Weitere Referenten sind die baden-württembergische Integrationsministerin Bilkay Öney, die deutsch-kroatische Schriftstellerin und Journalistin Jagoda Marinić und der frühere WDR-Indendant und aktuelle „Wochen“-Botschafter Fritz Pleitgen.

Eine Anmeldung ist notwendig. So lange Plätze verfügbar sind können Interessierte ihre Teilnahme unter der E-Mail-Adresse "wochen-gegen-rassismus@kultur.karlsruhe.de" oder per Telefon 0721/133-4046 zusagen.

Zu den Schwerpunkten in den folgenden zwei Wochen zählen unter anderem der Dialog der Religionen sowie die Themen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus. Am 17. März stellt die Friedrich-Ebert-Stiftung die sogenannte „Mitte-Studie“ zum Thema Rechtsextremismus vor und im Anschluss wird gefragt, warum sich menschenfeindliche Einstellungen in der Mitte der Gesellschaft verfestigen.

Dem Miteinander der Konfessionen widmet sich am 18. März ein Religionsquadrolog mit Vertretern Karlsruher Glaubensgemeinschaften. Am Internationalen Tag zur Überwindung der Rassendiskriminierung (21. März) spricht der Fotograf Martin Gommel über seine eindringliche Portraitserie „Willkommen in Deutschland“ mit Asylsuchenden aus Karlsruhe, die die Menschen hinter dem Etikett „Flüchtling“ zeigt. Geplant ist als „starkes Zeichen“ überdies ein Lichterlauf mit Bürgerinnen und Bürgern.

Und im Karlsruher Rathaus zeigt die Ausstellung „Homestory Deutschland“ visuell aufbereitete Biografien schwarzer Männer und Frauen aus drei Jahrhunderten. Details im Programmheft oder unter im Netz unter www.wochen-gegen-rassismus-karlsruhe.de. -red-/-maf-

 
 

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