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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. März 2015

Kultur: Einfach Kunst ohne viel Beiwerk

DER KÜNSTLER THOMAS STEFFENS legte vor der offiziellen Eröffnung der art am Mittwochabend noch letzte Hand an. Foto: Fränkle

DER KÜNSTLER THOMAS STEFFENS legte vor der offiziellen Eröffnung der art am Mittwochabend noch letzte Hand an. Foto: Fränkle

FREUDE AM UNTERWEGSSEIN vermitteln die heiteren Lindenholz-Skulpturen des Bildhauers Raimund Goebner, der sich auf die Abbildung einfacher Alltagssituationen konzentriert. Foto: Fränkle

FREUDE AM UNTERWEGSSEIN vermitteln die heiteren Lindenholz-Skulpturen des Bildhauers Raimund Goebner, der sich auf die Abbildung einfacher Alltagssituationen konzentriert. Foto: Fränkle

 

Art Karlsruhe dauert noch bis Sonntag / Branchentreff und Verkaufsforum

„Wo sich Kunst trifft“ - reduziert auf das Wesentliche und ohne Ablenkung durch allzu viele Ereignisse im Umfeld präsentiert sich die zwölfte art karlsruhe, die am Mittwochabend mit einer Laudatio von Kulturstaatsministerin Monika Grütters eröffnet wurde.

Noch bis Sonntag sind die vier mit neuem Farbleitsystem ausgestatteten Messehallen in Rheinstetten Verkaufsforum und Szenetreff. Violett (Halle 1) kennzeichnet „Limited“-Editions, Fotografie und Objekte, Grün (Halle 2) steht für „Moderne Klassik + Gegenwart“, Blau (Halle 3) für „Klassische Moderne + Gegenwart“ und Oliv (dm-Arena)  für „Contemporary Art“. 210 Galerien aus elf Ländern (darunter 32 Neuzugänge) mit 157 One-Artist-Shows laden geschätzte 50 000 Schaulustige und Käufer zum Kunstgenuss ein. 19 Skulpturenplätze beleben die Kojenlandschaft. Dazu kommen Sonderpräsentationen wie die der Sammlung Schaufler des Schauwerks Sindelfingen „Some like it cool“.

Termine im Begleitprogramm sind die Verleihung des Hans Platschek-Preises für Kunst und Schrift an Rikuo Ueda sowie die Kür des besten Messeauftritts mit dem art-Karlsruhe-Preis von Stadt und Land. Ob Sammeln mehr als eine Leidenschaft sei, fragt das Artima art meeting, bei dem Carl Friedrich Schröer sechs Einzelgespräche führt.

In der zweiten Runde kommen heute, Freitag, 6. März, ab 14 Uhr drei Branchenkenner zu Wort: Tübingens früherer Kunsthallenchef Götz Adriani, der Sammler Friedrich E. Rentschler und FAZ-Redakteurin Rose-Maria Gropp. Einen starken Auftritt hat in diesem Jahr ungarische Fotokunst. So sind Schlüsselwerke des Bildjournalisten Robert Capa (1913 bis 1954) im Original zu sehen.

Verknappung mit Mehrwert lautet die Devise von art-Kurator Ewald Schrade zum vollen Dutzend. Bewusst verzichtet die art dieses Mal auf schmückendes Beiwerk im Foyer, nichts soll von der Hauptdarstellerin ablenken. Für Schrade und seinen Beirat steht nach wie vor die Kunst im Mittelpunkt, „egal welche Preise in den Auktionssälen erreicht werden“. Um Exponaten mehr Luft und Kunstfreunden mehr Gelegenheit zum Verschnaufen zu verschaffen, wurde die Kojenfläche zugunsten von Ruhezonen mit Bewirtschaftung reduziert. Dass dafür einige Galerien weniger zum Zuge kamen, sieht Schrade gelassen.

Geöffnet ist die Kunstmesse täglich von 12 bis 20 Uhr, am Sonntag von 11 bis 19 Uhr. Die Tageskarte kostet 20 Euro, der Doppelpack 28 Euro und die Dauerkarte gibt es für 34 Euro. Ab 17 Uhr gilt der Abendtarif zu 17 Euro. Weitere Informationen: www.art-karlsruhe.de. -red-/-maf-

 
 

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