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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. März 2015

Planungsausschuss: Plan für zweite Zufahrt

ZUFAHRT LEGALISIEREN: Schleichverkehr gibt es heute schon auf diesem Weg. Der Ausbau würde Gartenflächen betreffen.

ZUFAHRT LEGALISIEREN: Schleichverkehr gibt es heute schon auf diesem Weg. Der Ausbau würde Gartenflächen betreffen.

 

Erschließung für Technologiepark nicht mehr ausreichend

Der Technologiepark Karlsruhe (TPK) benötigt eine weitere Zufahrt. Denn die Erschließung über die Albert-Nestler-Straße ist nicht mehr ausreichend.

Schon heute wird der als Notausfahrt ausgewiesene Fuß- und Radweg zwischen Hirtenweg und Ada-Lovelace-Straße häufig von den rund 3.500 Beschäftigten als Schleichweg benutzt. Zu sehen ist zudem, dass der TRK weiter entwickelt wird.

Handlungsbedarf sieht auch der Planungsausschuss. Allerdings mochte man sich nicht so recht damit anfreunden, hierfür den elf Meter breiten Fuß- und Radweg auf rund 21 Meter auszubauen. Um ihn so legal zur zweiten Zufahrt zu machen, verbunden mit Parkflächen für die dort von Kleingärtnern im Grasstreifen ohnehin abgestellten Fahrzeuge sowie einem separaten Gehweg.

Zu sehen sei der Eingriff in Kleingartengelände, darüber hinaus sei die Anbindung des TPK im Zuge der Südumfahrung Hagsfeld in der Diskussion, eine Gesamtbetrachtung daher sinnvoll, war Meinung im Ausschuss. Dennoch stimmte das Gremium mehrheitlich für den Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplans  „Technologiepark Karlsruhe-Vogelsand zweite Zufahrt Hirtenweg“. Um sich so im Verfahren mit der Abwägung aller Aspekte zu befassen.

Die Planung werde direkt mit den Kleingärtnern besprochen, kündigte Sigrun Hüger vom Stadtplanungsamt an. Im Zuge von Fluktuation möchte man im Gebiet Ersatz für die Pächter finden, deren Parzelle dem Ausbau weichen muss. Beansprucht werden Kleingartenflächen beiderseits des Wegs, so Hüger. Ein Eingriff nur auf einer Seite - eine Nachfrage von Stadtrat Michael Zeh (SPD), um die Zahl der betroffenen Gärten zu minimieren - würde zu einem Versatz an den Straßenknoten führen. Weil die Planung die Realitäten als Entlastungsstrecke legalisieren würde, stimme die SPD zu, so David Hermanns. Tilman Pfannkuch (CDU) vermisste ein Gesamtkonzept Verkehr, im Planverfahren müsse man da genau hinschauen.

„Die Schrebergärtner haben massive Bedenken“, warf Lüppo Cramer (KULT) ein. Sein Vorschlag, diese zunächst auszuräumen, fand keine Mehrheit, denn genau das seien Punkte, die im Verfahren abgearbeitet werden müssen. Für Johannes Honné (GRÜNE) war die verkehrliche Wirkung der Entlastungszufahrt nicht geklärt. Für Dr. Paul Schmidt (AfD) liegt die neue Zufahrt an der falschen Stelle. -rie-

 
 

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