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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 1. Mai 2015

Planungsausschuss: Neues Wohnen in Durlach im Blick

Ausschuss stimmte Planverfahren „Oberer Säuterich“ zu/Bürgerversammlung

Im Planungsausschuss waren sich die Stadträtinnen und Stadträte einig: Um neuen Wohnraum in Durlach zu schaffen, soll für ein gut zwölf Hektar großes, derzeit weitgehend landwirtschaftlich genutztes Areal zwischen der Bundesstraße B3 und dem bestehenden Wohngebiet der Bebauungsplan „Oberer Säuterich“ aufgestellt werden. Die frühseitige Einbeziehung der Öffentlichkeit soll, so der Beschluss in öffentlicher Sitzung, über eine Bürgerversammlung erfolgen.

Das Gremium tagte unter Vorsitz von Bürgermeister Michael Obert, welcher eingangs von einem sehr unterschiedlichen Stimmungsbild aus der Bevölkerung sprach: Die einen könnten es kaum mehr abwarten, bis es los geht. Die anderen seien erbost, weil sie die Bebauung für falsch hielten.

Im Planungsausschuss hoben Stadträte Michael Zeh (SPD), Tilman Pfannkuch (CDU), Tom Høyem (FDP) oder auch Stadträtin Bettina Lisbach (GRÜNE) in der Abwägung den Bedarf an Wohnraum hervor. Ursprünglich war bei dem im Flächennutzungsplan für Wohnungsbau vorgesehene Fläche eher an eine lockere Bebauung zur Abrundung des Säuterichs gedacht worden.

Angesichts des dringend benötigten Wohnraums hat die Stadt nun eine größere Baudichte im Fokus. Der Wunsch von Lisbach, die vorgesehenen Wohnformen „Einzelhaus bis zum Mehrfamilienhaus“ zur Klarstellung zu ergänzen um den Zusatz „Dabei soll dem verdichteten Bauen der Vorzug gegeben werden“, entsprach der Intention von Planungsausschuss und Verwaltung für den Entwurf.

Bauflächen für das eigene Haus dürften dabei nicht gänzlich zugunsten des Geschosswohnungsbaus unter den Tisch fallen, denn das Areal besteht aus sehr vielen kleinen Parzellen mit diversen Privateigentümern. Das macht ein Bodenordnungsverfahren notwendig. Und hier gab das Liegenschaftsamt zu Bedenken, dass möglichst vielen Eigentümern im Umlegungsverfahren Flächen zugewiesen werden sollten. -rie-

 
 

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