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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 15. Mai 2015

Kultur: In Karlsruhe spielt die Blasmusik

 

3. Musikfest Baden-Württemberg / 200 Orchester und Ensembles geben Konzerte

Von traditionell bis rockig, von jazzig bis symphonisch, von konzertant bis poppig - beim Musikfest Baden-Württemberg unter dem Motto „Blasmusik grenzenlos“, zu dem die Fächerstadt vom 15. bis 17. Mai mehr als 200 Orchester und Ensembles erwartet, bleibt stilistisch kein Wunsch offen.

 „Ich wünsche mir, dass ganz Karlsruhe auf den Beinen ist und sich das Spektakel ansieht“, hoffte OB Dr. Frank Mentrup auf ebenso viel Resonanz wie bei den Aktiven. 10.000 Musikerinnen und Musiker aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Frankreich machen Karlsruhe an diesem Wochenende zum „Weltzentrum der Blasmusik“ (Mentrup) und sind der Einladung des Bunds Deutscher Blasmusikverbände (BDB) und des Blasmusikverbands Baden-Württemberg (BVBW) gefolgt.

„Wo Sprache aufhört, fängt die Musik an“, betonte vor den Karlsruher Medien kürzlich BDB-Präsident Patrick Rapp das „integrative Element“ der Veranstaltung für Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur. Organisator Michal Weber (Blasmusikverband Karlsruhe) war wichtig „zu zeigen, was alles möglich ist.“

Dreh- und Angelpunkt der klingenden Stadt ist der Festplatz. Zur Eröffnung spielt heute ab 17 Uhr das Sinfonische Jugendblasorchester Karlsruhe im Konzerthaus, es folgen das Landesblasorchester (19 Uhr) und in der Stadthalle um 21 Uhr die Big Band der Bundeswehr, die etwa bei Staatsbesuchen immer den richtigen Ton trifft.

Hörgenuss versprechen auch die Polizeiorchester aus Baden-Württemberg und Bayern oder das Full-Orchestra der Karlsruher Musikhochschule. Abtanzen lässt es sich bei den beiden Kult-Bands Mnozil Brass (ausverkauft) und Blassportgruppe oder der Bläserdisco (Samstag, 21.30 Uhr). Ob auf Straßen und Plätzen, in Kirchen und Sälen oder auf der Seebühne im Zoologischen Stadtgarten - zuhören und Spaß haben ist Pflicht bei den unzähligen Auftritten von Amateuren und Profis.

„Wie erreichen wir alle Kinder in unserer Gesellschaft?“ fragt die Ausstellung „Inter-Kultur“ in der Gartenhalle und bietet dazu einen interkulturellen Musikspielplatz. Das vom Innovationsfond Kunst als förderungswürdig eingestufte Konzept versammelt einen Parcour aus neun praxiserprobten Musikspielen, die alle Sinne ansprechen und den Zugang zur Musik erleichtern sollen. Und das ohne Notenkenntnisse.

Ganz ohne Worte, aber mit vielerlei Instrumenten agieren die Musikclowns „Gogol & Max“, die heute um 14 Uhr zu einem Kinderkissenkonzert bitten. Höhepunkt des dreitägigen Festivals ist am Sonntag ab 13.30 Uhr ein Gemeinschaftskonzert vor dem Schloss mit 2.000 musizierenden Teilnehmern und anschließend der Festumzug durch die Innenstadt zum Festplatz. Infos zu Tickets und Programm unter www.musikfest-bw.de. -maf-

 
 

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