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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. Mai 2015

Gemeinderat: Keine weiteren Belastungen

WEITERE BELASTUNGEN VERHINDERN: Der Gemeinderat wendet sich in einer Resolution gegen den in der Korridorstudie Mittelrhein aufgeführten viergleisigen Ausbau der Bahntrasse in Hagsfeld. Foto: Fränkle

WEITERE BELASTUNGEN VERHINDERN: Der Gemeinderat wendet sich in einer Resolution gegen den in der Korridorstudie Mittelrhein aufgeführten viergleisigen Ausbau der Bahntrasse in Hagsfeld. Foto: Fränkle

 

Resolution: Bahn soll auf Trassenerweiterung in Hagsfeld verzichten

Drei Karlsruhe betreffende Empfehlungen in der Korridorstudie Mittelrhein vom März für die Fortschreibung zur Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes 2015 (Teil Schiene) hatten in der Fächerstadt erheblichen Unmut ausgelöst

In einer am Dienstag einstimmig verabschiedeten Resolution begrüßt der Gemeinderat zwar grundsätzlich die Verlagerung des Güterfernverkehrs von der Straße auf die Schiene, fordert Bund und Bahn aber nachdrücklich auf, „ein offenes und transparentes Verfahren bezüglich des zukünftigen Ausbaus des Personen- und Schienengüterverkehrs zu gewährleisten“.

Karlsruhe ist betroffen durch die in der Korridorstudie enthaltenen Projekte  „Molzau - Graben-Neudorf - Karlsruhe“, „dreigleisiger Ausbau zwischen Karlsruhe und Durmersheim“ und „Kurve Dammerstock (Verbindung zwischen Wörth und Rastatt)“.

In der Entschließung lehnt das Plenum den innerörtlichen viergleisigen Ausbau der Eisenbahntrasse Molzau - Graben-Neudorf - Karlsruhe in Hagsfeld, Rintheim und auf weiterem Stadtgebiet ohne ausführliche Prüfung und Abwägung von möglichen großräumigen Alternativrouten und der Prüfung einer Tunnellösung ab. Bereits heute grenzt die Wohnbebauung unmittelbar an die Gleise der Deutschen Bahn und S-Bahn.

Die Resolution wörtlich: „Eine mögliche Erweiterung der bestehenden Gleise ist daher aus städtebaulicher Sicht nicht möglich“. Auch bei Planungen eines „dreigleisigen Ausbaus zwischen Karlsruhe und Durmersheim“ sowie für einen Ausbau der „Dammerstocker Kurve“ sei die Stadt frühzeitig zu informieren und beteiligen. Ein Ausbau der innerörtlich bestehenden Bahnstrecken auf Karlsruher Gemarkung würde dem Ziel der Bundesregierung widersprechen, Anwohner von Bahnlärm zu entlasten.

Weiter dürfe der geplante Ausbau der Eisenbahngleise nicht zu Lasten des Karlsruher Nahverkehrsmodells umgesetzt werden. Ebenso fordert der Gemeinderat von Bund und Bahn, „den dort Wohnenden zusätzliche Belastungen durch eine Vermehrung des Güterverkehrs auf den bestehenden Trassen nicht zuzumuten“. -trö-

 
 

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