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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. Mai 2015

Mit Nationalpark: Patenschaft nun besiegelt

Unterzeichnung: Minister Alexander Bonde (M.), OB Dr. Frank Mentrup,(l.) und Dr. Klaus Rückert, Vorsitzender des NP-Rats  (r.) Foto: MLR/Jan Potente

Unterzeichnung: Minister Alexander Bonde (M.), OB Dr. Frank Mentrup,(l.) und Dr. Klaus Rückert, Vorsitzender des NP-Rats (r.) Foto: MLR/Jan Potente

 

Jetzt Saisonstart

"Das wird der Beginn einer wunderbaren Freundschaft" kündigte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup bei der Unterzeichnung der Patenschaftsurkunde für den Nationalpark Schwarzwald an.

Am Himmelfahrtstag, 14. Mai, war er mit einer rund 80-köpfigen Delegation frühmorgens mit der Stadtbahn zum Saisonstart nach Herrenwies  aufgebrochen, um die "besondere Beziehung zwischen Karlsruhe und dem Nationalpark" (NP) zu  besiegeln.

Gegründet wurde der Park am 1. Januar 2014 als erster Nationalpark des Landes. Auf 10.062 Hektar zieht er sich im nördlichen Schwarzwald entlang der Schwarzwaldhochstraße auf den Höhen zwischen Plättig und Alexanderschanze. Hier nimmt sich der Mensch so weit wie möglich zurück und lässt der Natur ihren Lauf.

30 bis 33 Prozent der Fläche, so Leiter Dr. Wolfgang Schlund,  sind "Kernzonen, wo nichts gemacht wird". Mit dem Ziel dass der Wald eine vielfältige Struktur bekommt - mit schattigen, offenen und warmen Zonen, die für viele Arten zur  Heimat werden können. Erholungssuchende haben so die Chance, weitgehend unbeeinflusste natürliche Prozesse zu erleben.

Initiiert von Andreas Wolf, dem Leiter des Rappenwörter Naturschutzzentrums und unterstützt von Bürgermeister Klaus Stapf, hatte der Gemeinderat am 24. März mehrheitlich für die Patenschaft votiert, am 30. April kam das einstimmige Okay des Nationalparkrats.

OB Dr. Mentrup sieht die Patenschaft der weiter entfernten Großstadt Karlsruhe im Gegensatz zu den "natürlichen Partnerschaften der umliegenden Gemeinden als Unterstützung und Hilfe für die Weiterentwicklung des Parks und um besondere Konstellationen zu besprechen". Das solle mit großer "Kompetenz und Leidenschaft geschehen, weil wir alle am Nationalpark mit seiner einzigartigen Natur, Vielfalt und Schönheit teilhaben wollen."

Anknüpfungspunkte sind für den OB der Tourismus, Verkehr und Kultur, ebenso Wissenschaft und Forschung. Besonders am Herzen liegen ihm Naturschutz und Naturpädagogik. Denkbar sind hier viele Kooperationen, etwa mit dem KIT, der PH, dem Umweltamt, dem Naturkundemuseum, dem Zoo, der Waldpädagogik aber auch Kulturflaggschiffen wie dem Badischen Staatstheater. Es hänge nun von allen ab, miteinander interessante Projekte zu entwickeln.

Das "Bekenntnis" der Fächerstadt wertete Minister Alexander  Bonde "als tolle Entwicklung". Der Nationalpark sei von Karlsruhe, der Eingangspforte zum Schwarzwald, als einziger Großstadt mit der Straßenbahn erreichbar. Von Forbach aus muss das letzte Stück allerdings per Bus bewältigt werden. Anlass für alle Beteiligten wie diverse Tarifverbünde, eine Verkehrsoptimierung zustande zu bringen. Das bedeutet, brachte es OB Dr. Mentrup auf den Punkt: "Tariflöcher zwischen den einzelnen Verbünden schließen, mehr Busse und mehr Geld." Info: www.schwarzwald-nationalpark.de sowie www.mlr-bw.de. -cal-

 
 

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