Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 29. Mai 2015

Planungsausschuss: Mietwohnungen auf Sportareal

WOHNEN IN DAXLANDEN: Auf dem ehemaligen Sportareal können für rund 1.000 Menschen Mietwohnungen entstehen. Foto: Riedel

WOHNEN IN DAXLANDEN: Auf dem ehemaligen Sportareal können für rund 1.000 Menschen Mietwohnungen entstehen. Foto: Riedel

 

Etwa 420 Mietwohnungen für rund 1.000 Menschen, kleinere Gewerbeeinheiten, eine Kindertagesstätte sowie betreutes Wohnen sollen durch die Volkswohnung (VOWO) auf dem ehemaligen Sportareal in Daxlanden entstehen.

Der Planungsausschuss begrüßte vor Pfingsten einhellig das Ergebnis einer von der VOWO durchgeführten Planungskonkurrenz. Der vom Preisgericht Ende April ausgewählte Entwurf von ASTOC Architects and Planners aus Köln sei eine städtebaulich gelungene Antwort auf den dringenden Bedarf an Mietwohnungen. Der Ausschuss befürwortete unter dem Vorsitz von Bürgermeister Michael Obert, auf Basis des Konzepts einen Bebauungsplan aufzustellen.

Aufgabe der Architekten war es, auf den Flächen zwischen der B 36, der Gerhart-Hauptmann-Straße und der August-Dosenbach-Straße ein zeitgemäßes, nachhaltiges Wohnquartier zu entwickeln - mit maximal verträglicher und dennoch qualitätsvoller, städtebaulicher Dichte.

Die „freie Formensprache“ der sieben Gebäude entfalte spannende Räume mit großer Weite zwischen den Gebäuden hatte die Jury ausgeführt. Die Ensemble-Anordnung biete eine höhere Wertigkeit als bei üblicher Gebäude-Anordnung in Reihe oder als Karree. Der geschwungene Riegel zur B 36 schotte den Lärm von der B 36 ab.

Der Ausschuss sah als einen Vorteil, dass die Wallanlage des ehemaligen Stadions und das Vereinsheim erhalten werden können. Der innovative Entwurf, der von der erfolgreichen Verlagerung der Sportanlagen in die Fritschlach abhängt, habe viel Potential. Insbesondere die Bebauung entlang der B 36 sei Visitenkarte für den Stadteingang, hier komme es auf gute Architektur an. Beim Grünzug gibt es gewisse Einriffe, aber durch Erhalt des Baumbestands beim ehemaligen Stadion werde dies ausgeglichen.

Die modulare Bauweise ist für die VOWO ein Pluspunkt bei diesem Mietwohnungsprojekt, da gleiche Module mehrfach in verschiedenen Anordnungen verwendet werden können kann dies der Wirtschaftlichkeit zugute kommen. Auf eine Nachfrage versicherte Geschäftsführer Reiner Kuklinski, für betreutes Wohnen werde ein Betreiber benötigt, dies könne aber im Konzept ohne Weiteres eingearbeitet werden. Auch gebe es Flächen für rollstuhlgerechtes Wohnen. -rie-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe