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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 5. Juni 2015

Exotenhaus im Zoologischen Stadtgarten: Jeden Tag mehr Leben im Haus

ES LEBT: Das Exotenhaus „wird jeden Tag mehr mit Leben gefüllt“. Es fehlen nur noch Details zur Fertigstellung. Danach liegt es an den Tieren. Foto: Fränkle

ES LEBT: Das Exotenhaus „wird jeden Tag mehr mit Leben gefüllt“. Es fehlen nur noch Details zur Fertigstellung. Danach liegt es an den Tieren. Foto: Fränkle

 

Nur noch Detailarbeiten / Viel zu tun hinter den Kulissen

Auf den ersten Blick sieht das Exotenhaus ziemlich fertiggestellt aus. Der Wasserfall pläterschert und überall grünt es. Doch wie so oft steckt der Teufel im Detail.

Hier klafft noch eine kleine Lücke zwischen Fels und Netz, durch die Tiere schlüpfen können, dort muss der ein oder andere Fels noch fertig modelliert werden. Außerdem können Zoobeschäftigte die Gehegeeinrichtung erst jetzt, da die Bauarbeiter abziehen, in Angriff nehmen. Immerhin schwimmen die Fische schon in den Aquarien. zumindest die meisten. Bei manchen Becken muss sich der Biorhythmus des Wassers noch einpendeln.

„Es ist eine unglaublich spannende Zeit", beschreibt die Revierleiterin des Exotenhauses, Michaela Gaum, diese Phase. Denn hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Schließlich sind die meisten Tiere schon da und die wollen gefüttert und beschäftigt werden. „Fünf-Sterne-Hotel mit Vollverpflegung" nennt es die Revierleiterin scherzhaft. Außerdem sollen ihre Quartiere sauber sein. Bei den anderen Tieren wird versucht, die Ankunft zu verschieben, „damit sie möglichst kurz hinter den Kulissen bleiben müssen", erklärte Gaum. Zwei bis Vier Wochen müssen aber sein -Quarantäne.

Doch auch, wenn die letzten Handwerker das Exotenhaus verlassen und die Tiere ihre Gehege bezogen haben, kann es noch nicht sofort für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die Tiere müssen sich erst neu orientieren und eingewöhnen. „Das kann ein bis zwei Tage dauern, aber auch einige Wochen", klärt Gaum auf.

Vor allem die frei fliegenden Vögel brauchen Hilfe. So hängt das sechsköpfige Pflegerteam die Trennglasscheiben mit schwarzen Tüchern ab, damit Webervögel und Co. nicht dagegen fliegen. Auch die Futterplätze müssen Tiere und Pfleger erst finden.

Wenn alle Tiere sind, beheimatet das Exotenhaus mehr als 2.000 Tiere aus rund 100 verschiedenen Arten. „Die Vielfalt wird sehr groß sein", beschreibt Michaela Gaum den Artenreichtum, den die Besucherinnen und Besucher erwartet. Sie ist sich sicher, dass das Exotenhaus „ein Besucher-Highlight und Erlebnis" wird. Optisch - allein durch die Farbenpracht einiger Vögel - und akustisch. „Wir sind einfach froh, wenn wir in unseren normalen Tierpflegerablauf starten können", schaut Gaum erwartungsvoll auf den Exotenhaus-Alltag. Und mit ihr alle, die sich auf die Eröffnung freuen. -jäm-

 
 

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