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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 5. Juni 2015

Kombilösung: Giulia wieder voll aktiv

NEUE GLEISE braucht die Stadt: Während auf der zentralen Kaiserstraße eine Verschwenkung in die Mitte erfolgte, nahmen die VBK zwischen Entenfang und Händelstraße einen Austausch vor. Foto: Fränkle

NEUE GLEISE braucht die Stadt: Während auf der zentralen Kaiserstraße eine Verschwenkung in die Mitte erfolgte, nahmen die VBK zwischen Entenfang und Händelstraße einen Austausch vor. Foto: Fränkle

 

Ferien für Gleis-Umbauten in City und Mühlburg genutzt

Während die Kinder frei hatten und viele Karlsruher verreist sind, waren die Kombi-Bauer in den Pfingstferien noch fleißiger als sonst am Werk. Besonders wegen der Gleisarbeiten in der Innenstadt. Nach monatelanger Zwangspause ebenfalls wieder mit voller Kraft aktiv ist Tunnelvortriebsmaschine „Giulia“.

Das 1.300 Tonnen schwere Gerät hat Nachholbedarf und ist nach erfolgreicher Vorbereitung des Neustarts wie zuletzt geplant am Donnerstag nach Pfingsten die zweite Hälfte des zwei Kilometer langen Stadtbahntunnels unter der Kaiserstraße zwischen Durlacher und Mühlburger Tor angegangen, informiert die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) als Bauherrin der Kombilösung.

Zentraler Baustein derselben ist die Rückverlegung der Gleise in die Mitte der Fußgängerzone. Dieses eng mit den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK) abgestimmte Großprojekt ließ sich nur in den Pfingstferien realisieren. Vorher existierte kein adäquates Zeitfenster, und der Festivalsommer des Stadtgeburtstags sollte nicht beeinträchtigt werden.

Ab Montag Normalbetrieb

Zwischen Kronen- und Europaplatz wurden die Bahnen umgeleitet. Wegen eines ebenfalls lange geplanten und nun bewusst parallel vorgenommenen Gleisaustauschs zwischen Entenfang und Händelstraße greifen noch bis Montagfrüh, 4 Uhr, auch in Mühlburg Umleitungen sowie Busse als Schienenersatzverkehr. Danach geht dort der reguläre Bahnbetrieb pünktlich weiter. Gleiches gilt für die City, dort dann nach alter Tradition in der Mitte der Kaiserstraße. Nur direkt nördlich vom Marktplatz bleibt ein kleiner Gleisschwenk nach Norden.

Auch an der künftigen unterirdischen Haltestelle Lammstraße geht es weiter voran. So entstehen am Fahrgastzugang Ritterstraße die Treppenöffnung und auf dem Haltestellendeckel die Entlüftungsöffnungen. Zudem hat diese Woche im Bereich der Kreuzung Lammstraße/Kaiserstraße der Einbau der neuen Straßenoberfläche begonnen, nächste Woche kommt die Kreuzung Ritter- und Kaiserstraße hinzu. An der Kreuzung Mühlburger Tor, wo zuletzt ein weiterer Tunnelabschnitt hergestellt worden war, stand der Pumpversuch zur Qualitätssicherung der Hochdruckinjektions-Sohle an, danach erfolgt der Bau des Deckels. Im Bereich des Tunnelabschnitts östlich des Durlacher Tors konnten indes die Ankerarbeiten abgeschlossen werden.

Auf dem Deckel der künftigen Haltestelle Marktplatz sind noch die Arbeiten an den Entlüftungskanälen, die auf den Deckel betoniert werden, im Gange. In der Karl-Friedrich-Straße werden an sechs Tagen pro Woche die Bohrlöcher hergestellt, in die an sieben Tagen die Woche Zement und Weichgel eingepresst werden, um den Untergrund für den bergmännischen Tunnelvortrieb vorzubereiten.

Mitten auf der früheren Straßenkreuzung Ettlinger Tor wurden zuletzt noch die Schlitzwände für das Kombi-Bauwerk hergestellt, das zusammen mit dem Nordkopf und dem Südkopf die künftige unterirdische Haltestelle Ettlinger Tor bildet und in das der Autotunnel für die Kriegsstraße eingehängt wird. Auf dem Baufeld der U-Station Kongresszentrum stand diese Woche der Aushub zur Herstellung des Deckels auf dem Plan, um dann die Köpfe der Schlitzwände abstemmen und die Bewehrung der Schlitzwände mit der des Deckels verbinden zu können. Richtung Augartenstraße sind die Stadtwerke jetzt mit dem Einbau einer neuen Fernwärmeleitung beschäftigt. An der dortigen Rampe erfolgt Aushub für die anschließende Montage der Aussteifung. -red-/-mab-

 
 

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