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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 5. Juni 2015

Kultur: Respekt trotz Abgrenzung

DER NCO-CLUB ist der zentrale Ort von „76 Respect“. Foto: Fränkle

DER NCO-CLUB ist der zentrale Ort von „76 Respect“. Foto: Fränkle

 

Jugendkulturen stellen sich vor

„Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen." So oder ähnlich haben das sicher viele Jugendliche schon gehört. Dieses Zitat hier stammt von Aristoteles - ist also über 2000 Jahre alt.

Dass die Jugend von heute aber durchaus Verantwortung übernehmen kann und kulturell veranlagt ist, zeigt sie am Samstag, 13. Juni, bei „76 Respect", einer ganzen Veranstaltungsreihe. Dabei finden parallel in zwölf Karlsruher Stadtteilen und Jugendhäusern verschiedene Events unter dem Motto „Jugend.Macht.Kultur" statt, die den Menschen ihre Kultur näher bringen sollen.

Die „76" stehe dabei symbolisch für Karlsruhe und „Respect" ziele laut Rudi Kloss vom Stadtjugendausschuss auf den Kern der Veranstaltung. „Jeder, der sich kulturell oder sportlich engagiert, wünscht sich zum einen Anerkennung. Zum anderen ist trotz der Abgrenzung zwischen den verschiedenen Jugendkulturen, die sein muss, ein Gebot, sich gegenseitig Respekt zu zeigen", führte Kloss weiter aus.

Diese Ausdifferenzierung macht sich auch bei den Veranstaltungen bemerkbar. So steht die „189" für Oberreut, wo der Verein „Weiße Rose" ein Hip-Hop-Konzert veranstaltet und die „133" für die Innenstadt, wo drei Metalbands im Jubez spielen.

Neben der Musik gibt es noch vieles mehr zu erleben. Im Kinder- und Jugendhaus Oststadt lädt die Gamer-Szene zu Workshops, einer LAN-Party und Let’s Play’s ein und im NCO-Club findet die die „Mashody", die zentrale Veranstaltung von „76 Respect" mit Musik, Breakdance, Graffiti und Trendsportarten wie Parcours, BMX und Tricking statt.

Raffi Debatin sagte, dass dieses Konzept ihnen die Chance gibt „viel an die Community zurückzugeben". Phillip Schwarz brachte das Engagement, das die Jugendlichen einbringen, auf den Punkt: „Ich häng mich rein, dass wir da auch was zum Laufen kriegen".

Freitags startet der NCO-Club bereits mit einem kleinen Eröffnungskonzert mit Mitgliedern der Band „Ohrbooten". Der Eintritt zu sämtlichen Veranstaltungen ist frei. -jäm-

 
 

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