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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 19. Juni 2015

Draistag: Lastenfahrräder für die Stadt

LASTENRÄDER waren ein zentrales Thema beim Draistag - dem Karlsruher Fahrradtag am vergangenen Freitag auf dem Friedrichsplatz. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen. Foto: Fränkle

LASTENRÄDER waren ein zentrales Thema beim Draistag - dem Karlsruher Fahrradtag am vergangenen Freitag auf dem Friedrichsplatz. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen. Foto: Fränkle

 

Vielseitiges Angebot / Neue Codierungstechnik

Lastenfahrräder "als Zukunft der urbanen Mobilität" (Bürgermeister Klaus Stapf) und Verkehrssicherheit inklusive einer neuen Codierungstechnik standen im Rahmen der Kampagne "Tu´s aus Liebe!" im Fokus des Draistages. Der jährliche Karlsruher Fahrradtag lief am 12. Juni auf dem Friedrichsplatz.

Für die "Mikrodotkodierung", bei der Fahrräder mittels einer künstlichen, flüssigen DNA gleich an mehreren Stellen markiert werden können, warb der allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC). Die Nummer des Nutzers wird in einer Datenbank gespeichert, wo sie mit seinen Adressdaten verknüpft wird. Darauf hat die Polizei Zugriff.

Per Seilzug gesteuerte Lastenfahrräder sind inzwischen richtig komfortabel geworden, können besser gesteuert werden und haben einen kleinen Wendekreis. Kinder sind im Blickfeld. Und das Ganze funktioniert einspurig, während Fahrradanhänger auf zwei Spuren laufen und ihre Ladung an der Fliehkraft zerrt, erklärte Händler Max Luppolt.

Bisher sind sie allerdings noch recht teuer, selbst ein einfaches Lastvelo schlägt mit 2000 Euro zu Buche. Umweltdezernent Stapf erhofft sich von ihnen dennoch mehr "Modalmix"  im Stadtverkehr - etwa auch bei Transporten von Kleinbetrieben. In Kopenhagen, erzählte er "gibt es schon 40.000 Lasträder ".

Beim Fahrradfahren insgesamt, ist Karlsruhe gut dabei, das Ziel von 25 Prozent Radfahrenden wurde früher als geplant erreicht, ist er "überrascht von der Dynamik", gestand er bei der mittäglichen Podiumsdiskussion. Die Stadt werde weiter an der Verbesserung der Situation für Fahrradfahrende arbeiten, Abstellplätze schaffen sowie Hindernisse durch Pfosten und Schranken beseitigen. Im Lastenfahrrad sieht Dr. Gudrun Zühlke (ADFC) viel Potential, ebenso wie Michael Adler von der Agentur Fairkehr. Es könne künftig bis zu 50 Prozent der Citylogistik übernehmen, meinte er.

Mit im Boot sind seit langem AOK und ADAC, die wieder ihre Aktion "Mit dem  Fahrrad zur Arbeit!" starteten. Auf den ersten drei bis fünf Kilometern seien die Pedalisten immer schneller als Autofahrer, so Björn Kalteisen (AOK). Thomas Hätty (ADAC) ist weiterhin in Sachen Sicherheit engagiert. etwa mit Fahrradturnieren für Kinder. Damit auch Erwachsene den oft lebensrettenden Schulterblick machen, zeigte die Physiotherapeutin Gaby Hufler Übungen, um die Schulter beweglicher zu machen. -cal-

 
 

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