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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 19. Juni 2015

Stadtentwicklung: Baukultur zum Stadtgeburtstag

TRANSFORMATION: Die noch „unfertige“ Fleischmarkthalle ist idealer Ausstellungsort mit Werkstattcharakter für die Präsentation des Entwurfs Räumliches Leitbild Karlsruhe. Foto: Fränkle

TRANSFORMATION: Die noch „unfertige“ Fleischmarkthalle ist idealer Ausstellungsort mit Werkstattcharakter für die Präsentation des Entwurfs Räumliches Leitbild Karlsruhe. Foto: Fränkle

 

Ausstellung zum Räumlichen Leitbild Karlsruhe in der Fleischmarkthalle

Die Verkehrsspaghetti und Südbanane sind dem „Dynamischen Band“ gewichen, die Fünf-Minuten-Stadt der „Urbanen Nähe“. Denn nach Planungswerkstatt und aktiver öffentlicher Beteiligung hat das Räumliche Leitbild Karlsruhe längst die Brainstorming-Phase hinter sich gelassen, liegt nun ein seriöser Entwurf vor, dem eher flapsige Begrifflichkeiten nicht stehen.

Stadtplanungsamt und KIT haben für diesen aus dem bisherigen Prozess sieben übergeordnete Themen herausgefiltert - etwa „Grüne Adresse“, „Mehr Wohnen“ oder „Coole Quartiere“. Stoßrichtungen, die nun in der Ausstellung „Die Stadt neu denken“ zu sehen sind - und sich der Weiterentwicklung stellen.

„Die Auseinandersetzung mit einem Räumlichen Leitbild ist ein Thema, das uns als Planstadt Verpflichtung ist. Sie ist unser baukultureller Beitrag zum Stadtgeburtstag“, betont Bürgermeister Michael Obert bei der Vernissage am Vorabend des Gründungstages. Keine andere deutsche Stadt lebe so von der engen Verzahnung von Landschaftsraum und bebauter Fläche, hob er eine Besonderheit Karlsruhes hervor.

Diese Kontur gelte es zu bewahren, betonte auch Markus Neppl vom KIT. Wie  - ohne Flächenverbrauch - 100 Hektar zusätzliche Wohnbaufläche unterbringen, die für die wachsende Stadt diskutiert wird, nannte er ein Konfliktpotential. Transformation ist viel anspruchsvoller als Wachstum in die Fläche“, merkt Sigrun Hüger vom Planungsamt an.

Projektion in die Zukunft

Auch wenn es dem Gemeinderat vorbehalten ist, Ende 2016 das Leitbild als verbindliche Rahmenplanung zu beschließen: „Wir haben schon den Versuch einer Antwort für Problemlagen mit Projektion in die Zukunft gewagt“, so Neppl. Die Herausforderung Transformation und ein Leitbild-Prozess, der noch bis 2016 von der Diskussion lebt: Gründe, weshalb das Planungsbüro complizen die Ausstellung in „rauer Werkstattatmosphäre“ in Form einer Agora mit aufsteigenden Sitzpodesten aus Sperrholzplatten konzipierte, erläuterte Andreas Haase.

Ein auf den Gebäudeplan projizierter Film erzählt, worum es geht. Schautafeln geben die strategisch relevanten Themen wieder. „Lupen“, die Konsequenzen und Handeln beispielhaft auf einzelne Gebiete herunterbrechen, erleichtern Laien den Zugang, fügte Stadtplanungsamtsleiterin Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner an. Fürs Fachpublikum gibt es weitere Pläne und einen noch tieferen Einstieg über die Monitore bei den Schautafeln. -rie-

 
 

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