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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 19. Juni 2015

Wissenschaft: Mit Luftballons Lärm messen

HACK YOUR CITY: OB Mentrup, Kai Wieland (OK Lab Karlsruhe) und Yannick Haan (v.l.) am 3D-Drucker des FabLab Karlsruhe. Foto: Fränkle

HACK YOUR CITY: OB Mentrup, Kai Wieland (OK Lab Karlsruhe) und Yannick Haan (v.l.) am 3D-Drucker des FabLab Karlsruhe. Foto: Fränkle

 

Bei Hack your City drei Projekte ausgezeichnet / Im Ok Lab Karlsruhe weitertüfteln

Normalerweise lösen Hacker Schweißausbrüche und keine Begeisterung als. Auch bei Stadtoberhäuptern. Am Samstag jedoch war es genau andersherum. OB Dr. Frank Mentrup freute sich, dass rund 40 Designer, Entwickler, Wissenschaftler und stadtbegeisterte Bürger den Weg ins Perfekt Futur gefunden hatten.

Sie machten mit bei "Hack your City", einer Veranstaltung, zu der Wissenschaft im Dialog im Rahmen des Wissenschaftsjahrs "Zukunftsstadt" eingeladen hatte. Es ging darum, über die Probleme der Stadt zu diskutieren und sie gemeinsam anzupacken. Zwei Tage lang tüftelten die "Hacker" an Anwendungen und Prototypen.

Drei Projekte wurden ausgezeichnet: "Flurfunk", ein digitales schwarzes Brett, über das sich Bewohner großer Wohnhäuser näher kommen können; "Sensor Ballons", mit Sensoren ausgestattete Luftballons, die Luftverschmutzung oder Lautstärke messen und je nach Wert ihre Farbe ändern, und "Talking Traffic Light", Gegensprechanlagen an Ampeln, über die Wartende kommunizieren können.

In den nächsten Monaten treffen sich die Teilnehmer regelmäßig im OK Lab Karlsruhe, um an der Weiterentwicklung und Umsetzung der Ideen zu arbeiten. Auch neue "Hacker" sind willkommen. Für November ist eine Abschlussveranstaltung geplant.

"Die Bandbreite der Ideen war riesig", bilanzierte Projektleiter Yannick Haan. "In keiner anderen Stadt hatten wir bisher so viele unterschiedliche Lösungsansätze." Und OB Mentrup lobte das Format: "Die klassischen Methoden der Bürgerbeteiligung kommen an ihre Grenzen. Neue Techniken eröffnen neue Chancen mit der Komplexität der Städte umzugehen." -res-

 
 

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