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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 3. Juli 2015

Festivalsommer: Für die Stadt der Zukunft

WAS IST DENN DA LOS: Shows auf der Pavillon-Bühne. Foto: Fränkle

WAS IST DENN DA LOS: Shows auf der Pavillon-Bühne. Foto: Fränkle

IN DIE RÖHRE GEGUCKT: Marcel (hinten) und sein Tunnelgenerator. Foto: Fränkle

IN DIE RÖHRE GEGUCKT: Marcel (hinten) und sein Tunnelgenerator. Foto: Fränkle

UND SCHNIPP: Eröffnung des "Walk of Innovation". Foto: Fränkle

UND SCHNIPP: Eröffnung des "Walk of Innovation". Foto: Fränkle

NAH DRAN: Stand der LUBW. Foto: Fränkle

NAH DRAN: Stand der LUBW. Foto: Fränkle

 

Schlosspark wurde am Wochenende zum Forschungslabor / Wissenschaftsfestival "Effekte"

Es waren viele, es war sonnig und es war ein Vergnügen. Das Festival "Effekte" verwandelte am Wochenende das Schlossareal in eine Wunderwelt der Wissenschaft und begeisterte mit Shows, Ausstellungen und Mitmachaktionen. Und das äußerst effektvoll.

"Es darf auch Spaß machen sich mit Wissenschaft zu beschäftigen", stellte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup das "Effekte"-Festival als beispielhaftes Format heraus, "wie ich es aus keiner anderen Stadt kenne". Rund 20 wissenschaftliche Einrichtungen und Hochschulen hatten sich an dem sechstätigen Wissenschaftsfestival beteiligt, das am Donnerstag offiziell endete, aber dezentral bis 22. September effektiv weiterwirkt.

Am Samstag präsentierten zahlreiche Schulen aus Karlsruhe und der Region spannende Ideen zum Thema "Stadt der Zukunft". Vom Bau einer LED-Taschenlampe in einem Kunststoffschlauch über Stromerzeugung beim Laufen bis hin zu Bioschaum-Nisthilfen. Die besten Projekte dieses "Fests der jungen Forscher" wurden mit dem OsKarl ausgezeichnet.

Über den Preis für Grundschulen freuen konnte sich die Hans-Thoma-Schule Karlsruhe zusammen mit der Hector Kinderakademie für das Projekt "Karlsruhe guckt in die Rühre - Kinderkonzepte zur Stadtentwicklung nach dem U-Bahn-Bau". Der neunjährige Marcel, Schüler der dritten Klasse an der Hans-Thoma-Schule, hat sich beispielsweise  überlegt, dass man die Luft, die die U-Bahn später durch den Tunnel drückt, nutzen könnte, um einen Generator anzutreiben und so Strom zu erzeugen.

"Und in der der Röhre entsteht auch Wärme ", erklärt Marcel weiter. Diese könnte man durch um die Tunnelröhre gewickelte Schläuche ableiten. Tolle Ideen. Inspiriert wurden sie durch nicht mehr benötigte Rohrstücke, die die Kinder an einer U-Bahnbaustelle gefunden hatten, wie der Geologe und Projektleiter von "Die Kinderforscher" Bernhard Potthoff erzählt.

Spannende Anregungen für Groß und Klein sich mit Wissenschaft und Forschung zu befassen, bietet auch der so genannte "Walk of Innovation", den KIT-Präsident Holger Hanselka und Oberbürgermeister Mentrup am Samstag vor dem Schloss eröffneten. Bis 26. September können Besucher dort an 30 Poster-Stationen eine Reise von der Vergangenheit in die Zukunft unternehmen.

Zu sehen gibt es etwa eine Bauanleitung für einen Blitzableiter - benötigt werden lediglich ein Wollpulli, Styropor, eine Kuchenschaufel und ein trockenes Glas. Es wird aber auch erinnert an Tullas ersten Plan von 1809 zur Korrektur des Rheins oder an die Erfindung der Laufmaschine von Drais im Jahr 1817. Und als aktuelles Thema für das Jahr 2015 stellt ein Poster die Weiterentwicklung der Lithium-Ionen-Batterie vor. Denn auch Karlsruher Wissenschaftler arbeiten an noch höheren Speicherdichten und schnellerer Speicherung.

Ein Publikumsmagnet am Sonntag war das CoCar des Forschungszentrums Informatik. Es fuhr ohne Fahrer und von einer App gerufen zum gewünschten Startpunkt, ließ die Gäste einsteigen und brachte sie dann wie von Geisterhand gesteuert zum nächsten Haltepunkt. Die Parkplatzsuche übernimmt das Wundervehikel natürlich auch. Ein Stück Zukunft made in Karlsruhe also. Weitere Infos zu "Effekte" und seinen Partnern unter www.effekte-karlsruhe.de. -res-

 
 

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