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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 3. Juli 2015

Wissenschaft: Roboter, Motoren und Mikrofabrikation

MAL SCHNELL EIN EXPERIMENT: Der Walk of Innovation bot am Samstag an vielen Stationen Ge¬legenheit zum Mitmachen. Foto: KIT

MAL SCHNELL EIN EXPERIMENT: Der Walk of Innovation bot am Samstag an vielen Stationen Ge¬legenheit zum Mitmachen. Foto: KIT

AUCH VIRTUELLE WELTEN standen am KIT offen. Foto: KIT

AUCH VIRTUELLE WELTEN standen am KIT offen. Foto: KIT

 

Tag der offenen Tür lockte vergangenen Samstag 35.000 Gäste auf Campus Süd des KIT

Offen ist der Campus Süd des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) eigentlich immer, zumindest für Fußgänger und Radfahrer. Am Samstag aber zeigte sich, dass es eine Steigerung von "offen" gibt.

Und die heißt "Tag der offenen Tür". Mehr als 35.000 Besucher eroberten die "Wissenschaftsstadt" in der "Stadt der Wissenschaft". Schauten sich Experimente an, nahmen an Führungen teil und lauschten Vorträgen.

Das KIT feierte ein buntes Fest der Forschung, über dessen "großartige Resonanz" sich KIT-Präsident Holger Hanselka ganz besonders freute. Robotik-Fans etwa zwängten sich durch enge Gänge, um einen Blick auf Armar 3 und 4 zu werfen, die jüngsten Mitglieder der KIT-Familie "Humanoide Roboter". Aug in Aug standen sich Mensch und Maschine da gegenüber und Mensch staunte, wie Maschine per Sprachsteuerung eine Packung Saft aus dem Kühlschrank holt.

Einen Weltrekord gab es im Elektrotechnischen Institut (ETI) zu entdecken: Einen nur 5 Kilogramm leichten Elektromotor, der 50 Kilowatt, also rund 80 PS, erzeugen kann. Zum Vergleich: Ein herkömmlicher Verbrennungsmotor wuchtet locker 150 Kilo auf die Waage. Zum Einsatz kommen die neuen Elektromotoren übrigens in den KIT-Flitzern der "Formula Student", die gleich neben dem ETI ihre Runden drehten.

Virtuelle Welten konnten Besucherinnen und Besucher im "Lifecycle Engineering Solutions Center" erleben. Etwa die 3D-Visualisierungsanlage einer Ölplattform. Hier ließ sich die Säuberung von Rohren durchspielen ohne sie berühren zu müssen. Ganz real hingegen war das nur 10 Millimeter breite Karlsruher Schloss, das Nanoscribe per 3D-Druck aus Fotolack hergestellt hatte. Das KIT-Spin-Off bietet die weltweit präzisesten Geräte für die Mikrofabrikation an. Und zwar für Objekte ab wenigen hundert Nanometern. -res-

 
 

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