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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 14. August 2015

Kultur: Transparenter und wahrnehmbarer

DIALOG ZWISCHEN DRINNEN UND DRAUSSEN: Das neue Staatstheater öffnet sich zum Stadtraum mit einer großen Freitreppe. Glasflächen ermöglichen Ein- und Ausblicke. Visualisierungen. Foto: BST

DIALOG ZWISCHEN DRINNEN UND DRAUSSEN: Das neue Staatstheater öffnet sich zum Stadtraum mit einer großen Freitreppe. Glasflächen ermöglichen Ein- und Ausblicke. Visualisierungen. Foto: BST

DAS FOYER als Aufenthaltsort. Auch außerhalb des Spielbetriebs. Foto: BST

DAS FOYER als Aufenthaltsort. Auch außerhalb des Spielbetriebs. Foto: BST

 

Neues Staatstheater setzt auf Barrierefreiheit / An Theater als Prozess teilhaben

Das Staatstheater Karlsruhe ist in die Jahre gekommen, die Werkstätten sind zu klein, Probebühnen und Spielstätten über die Stadt verteilt, Büros überbelegt und barrierefreie Zugänge nicht überall vorhanden.

Deshalb soll das Mehrspartenhaus, das in den Siebziger Jahren errichtet wurde, saniert und erweitert werden (siehe SZ vom 16. Juli). Los geht es 2017 mit der Verlegung der Tiefgaragenzu- und abfahrt, damit das Theatergebäude nach Westen verlängert werden kann.

Die Einfahrt der Tiefgarage soll sich in Zukunft an der Kriegsstraße auf Höhe des heutigen Infopavillons "K." befinden, die Ausfahrt etwas weiter östlich. "Aus der Tiefgarage wird es einen barrierefreien und direkten Zugang zum Theater geben", erläutert Ivica Fulir, Bauchef des Staatstheaters.

Und auch oberirdisch ist Barrierefreiheit wichtig. Wer die neue große Freitreppe zum Foyer nicht benutzen kann, kommt rechts daneben ebenerdig zu den Kassen. Das Kleine Haus im Erdgeschoss, erklärt Fulir weiter, erhalte eine "vollfunktionale Bühne, etwas mehr Plätze und eine bessere Akustik." Und im Großen Haus wird in Zukunft eine klassische Orchesteraufstellung möglich sein. Hierfür soll der Orchestergraben zwei Meter in Richtung Zuschauerraum verbreitert werden.

Das Kinder- und Jugendtheater zieht von der Karlstraße ins Haupthaus und wird im dritten Stock zu finden sein, mit Foyer und theaterpädagogischem Raum. Auf dieser Ebene befindet sich in Zukunft auch die Studiobühne. Wobei Fulir betont, dass nach Sanierung und Erweiterung alle Spielstätten durch alle Sparten genutzt werden können. Also auch eine Oper im Kleinen Haus aufgeführt werden kann. Außerdem sei es dem Theater wichtig, dass "möglichst viele Menschen an dem Prozess Theater teilhaben können". Deshalb sollen etwa die Orchester- und Ballettprobebühnen an der Kriegsstraße öffentlich zugänglich sein.

Das Badische Staatstheater, so Fulir, wolle insgesamt transparenter und offener sowie wahrnehmbarer werden. Dafür steht auch, dass das sich an die Freitreppe anschließende Foyer als für alle nutzbarer Aufenthaltsort geplant ist. So wie das jetzige Foyer tagsüber schon ein Lernort für Studierende ist. -res-

 
 

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