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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 14. August 2015

Stimmen aus dem Gemeinderat: KULT: Kreativ statt kompromisslos

KULT-Stadtrat Lüppo Cramer

KULT-Stadtrat Lüppo Cramer

 

Auf dem riesigen Areal entlang der Schwarzwald- bis zur Ettlinger Stra¬ße ließen sich Stadtentwicklung mit Kunstförderung und dem Denkmalschutz für die städtischen Häuser rund ums ehemalige Heizwerk der Bahn vorbildlich und mit finanziellem Ertrag vereinen.

KULT-Vision: Kreativräume, vor allem Ateliers, in den alten Häusern; das Ganze inmitten eines Gewerbeparks für Zukunftsbranchen, mit Dachwohnungen auf den neuen Gebäuden.

Bei der Debatte im Gemeinderat zur Zukunft der Ateliers haben CDU, SPD und AfD der Stadtverwaltung allerdings öffentlich einen Freifahrtschein für eine eventuelle Räumung der Atelierhäuser hinterm Hauptbahnhof eingeräumt. Das schafft kein Vertrauen für die Gespräche mit den betroffenen Künstlern. Und die Entscheidung zeugt von einer unklaren Haltung zur Zukunft des Areals.
Ich bin trotzdem zuversichtlich. Denn auf Antrag von KULT und anderen wurde ebenfalls beschlossen: Das Hochbauamt muss sich endlich um die Bestandsgebäude kümmern und deren Renovierung beziehungsweise  einfache Sanierung vorantreiben. Die Stadt muss ein Konzept für das GANZE Areal entwickeln, das nicht nur auf „Gelände plattmachen – Investoren werden dann schon Schlange stehen“ setzt. Diese Idee ist über ein Jahrzehnt lang misslungen.

Meine Fraktion sagt klar: Wenn Stadt und Gemeinderat ein klares Ziel haben, auf Kreativität plus Gewerbe setzen, dann wird am Stadteingang für Zugreisende ein absolutes Erfolgsmodell entstehen. Und wir dürfen nicht schwach werden, wenn ein Investor mit dem falschen Konzept, aber dickem Scheckbuch wedelt. Der „Alte Schlachthof“ zeigt den Weg. KULT-Leitlinie: Kreativ statt kompromisslos, Dialog statt Drohung.

Lüppo Cramer

KULT-Stadtrat

 
 

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