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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. August 2015

Klimaschutz: Sparen zahlt sich für Kitas aus

Vier städtische Einrichtungen beteiligten sich konstruktiv an Schutzprojekt

Wertvolle Erkenntnisse und Bares brachte das Projekt „Klik 50-50“ vier städtischen Kitas ein. Betreut von der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK) sparten sie von 2012 bis 2014 vorbildlich insgesamt 21.000 Kilowattstunden Strom und 75.000 an Heizenergie ein.

Wie vereinbart, erhalten die Kitas Blütenweg (1.144 Euro), Frühling- (2.081), Haid-und-Neu- (1.050) sowie Lasallestraße (1.258) die jeweilige Hälfte des Gegenwerts von zusammen mehr als 10.000 Euro. Dies zeige, „dass viele kleine Schritte etwas bewirken können“, konstatierte Bürgermeister Martin Lenz kürzlich zur Bilanz bei der KEK und rief die Kitas auf, „weiter unsere zukünftigen Generationen für den Klimaschutz“ zu begeistern.

Gezielt lüften, Licht ausschalten und Heizung herunterdrehen lohne sich messbar, wie Begehungen vor dem Start und Vergleiche zur Periode 2009 bis 2011 zeigten, erklärte KEK-Projektleiterin Birgit Groh.

Boiler und Glühbirnen bis zu 150 Watt wurden ausgetauscht und Energie-Teams gebildet. Wie Regine Wagner (Kita) und Maren Lindorf (Hort) aus der Einrichtung Haid-und-Neu-Straße berichteten, kamen besonders Experimente gut an: ein eigenes Klärwerk und ein Solarkocher kamen zum Einsatz, aus dem, was sonst weggeworfen wäre, entstanden Terrassensofa, Zeitmaschine, Handtaschen. Pflanzen und Obst aus eigenem Anbau, Energie-ABC, Klima-Lied - Vieles wirkte nach.

Wie der beachtliche, von pädagogischen Fachkräften und Hortkindern erstellte Trickfilm, in dem die Kanzlerin am Südpol auf die legendären Forscher Amundsen und Scott trifft. „Die Geschichte kam komplett von den Kindern“, erzählte Lindorf. Wie weit der Eifer gehen kann, habe der Vater eines Kita-Mädchens erfahren müssen. Während der WM schaltete es den Fernseher aus und erklärte: „Wir müssen Strom sparen.“ -mab-

 
 

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