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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. August 2015

Neugestaltung der Kaiserstraße: Klar, einheitlich und hochwertig

DIE ZUKUNFT DER KAISERSTRASSE zog vor zwei Wochen viele Menschen in den Pavillon. Foto: Fränkle

DIE ZUKUNFT DER KAISERSTRASSE zog vor zwei Wochen viele Menschen in den Pavillon. Foto: Fränkle

REDE UND ANTWORT standen auch OB Mentrup, Gabriele Calmbach-Hatz von der City-Initiative, BM Obert und Rolf Apell vom Bürgerverein Stadtmitte (v.l.). Foto: Fränkle

REDE UND ANTWORT standen auch OB Mentrup, Gabriele Calmbach-Hatz von der City-Initiative, BM Obert und Rolf Apell vom Bürgerverein Stadtmitte (v.l.). Foto: Fränkle

 

Stadt stellte Stand der Planung vor: Granitpflaster, Hängeleuchten und 86 neue Bäume

Große Teile der Innenstadt werden in Zukunft durch den Bau der Kombilösung schienenfrei sein. Das eröffnet die Chance und die Aufgabe, auch die Kaiserstraße und den Marktplatz neu zu gestalten. Wie weit der 2009 begonnene Planungsprozess vorangeschritten ist, darüber konnten sich Bürgerinnen und Bürger bei einer Veranstaltung der Stadt informieren.

Eine dreistündige Informationsveranstaltung an einem Nachmittag während der Woche und dazu über dreißig Grad Hitze? Kein Problem für die Karlsruher, ging es doch vorvergangenen Donnerstag um die Einkaufmeile der Stadt und den unter Denkmalschutz stehenden Marktplatz. Entsprechend groß war der Andrang im Pavillon, als Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup zur Begrüßung daran erinnerte, dass die Stadt 2009 einen Wettbewerb zur Neugestaltung von Kaiserstraße und Karl-Friedrich-Straße ausgelobt hatte.

Aus ihm gingen die Arbeitsgemeinschaft Mettler Landschaftsarchitektur (Berlin) und AV1 Architekten (Kaiserslautern) als Sieger hervor. Mittlerweile, so Georg Gerardi vom Stadtplanungsamt, befänden sich viele Bereiche in der Ausführungsplanung. So steht mittlerweile fest, dass auf dem Boden Granitpflaster zum Einsatz kommt und in der Kaiserstraße Hängeleuchten für das richtige Licht sorgen: in diesem Fall warmweiß und mit einer Stärkung der Straßenmitte, wie Rita Mettler erläuterte.

Für Einheitlichkeit soll außerdem ein Zierband aus Granitsteinen mit einem abstrahierten Barock-Ornament und leichten Farbnuancen sorgen Diese betonte Straßenmitte wird wegen der Entwässerung leicht gewölbt, zu den Häusern hin steigt die Straße leicht an. Für das Granitpflaster habe die Stadt einen Farbberater beauftragt, so Gerardi. Und eine neue Musterfläche wird Anfang nächsten Jahres in der Kreuzstraße eingerichtet.

Insgesamt 86 neue Bäume sollen in der Kaiserstraße gepflanzt werden, informierte Helmut Kern vom Gartenbauamt. "Auch unser Herz hängt an den Platanen", so der Amtsleiter, "aber sie sind ein wenig zu groß und bräuchten Beete". Deshalb sollen sie nach und nach gefällt werden. Die favorisierten Zürgelbäume hingegen würden nur 15 bis 20 Meter hoch und "passen auch in der Kronenentwicklung", so Kern.

Wenn sie in die geplanten Baumroste mit darüber liegenden Platten gesetzt werden, sollen sie bereits sechs bis acht Meter groß sein. Der Marktplatz, der so wie alle anderen Plätze Stehleuchten bekommt, "wird groß und offen bleiben", so Rita Mettler. Hier - wie auch in der Kaiserstraße - soll es Sitzelemente geben und "die Oleander-Töpfe kommen wieder", verspricht sie.

Dr. Mentrup wünscht sich für die Neugestaltung der Kaiserstraße, "dass spürbar wird, dass es sich um einen Raum handelt." Auch ein Blindenleitsystem hält er für unabdingbar. Angestrebt, so das Stadtoberhaupt, sei außerdem ein Sanierungsgebiet Östliche Innenstadt.

Laut Georg Gerardi will die Stadt auch eine Gestaltungssatzung sowie Sondernutzungsrichtlinien für die Kaiserstraße etablieren. Diese sollen, so Anke Karman-Woessner, Leiterin des Stadtplanungsamts, mit den Händlern erarbeitet werden. Für den Herbst kündigte Baubürgermeister Michael Obert ein weiteres Stadtbauforum zur Kaiserstraße an, und ab 2017 soll es ein großes Beteiligungsverfahren zur Zukunft der Innenstadt geben. -res-

 
 

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