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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. September 2015

Historie: Gerichtshof zeigt Baugeschichte

„HIER SEHEN SIE DIE VENUS“ scheint die Kunsthistorikerin Helene Seifert ihren Gästen zu sagen. Dies waren etwa 40 der rund 5.000 bis 7.000 Interessierten beim Karlsruher Denkmaltag. Foto: Homberg

„HIER SEHEN SIE DIE VENUS“ scheint die Kunsthistorikerin Helene Seifert ihren Gästen zu sagen. Dies waren etwa 40 der rund 5.000 bis 7.000 Interessierten beim Karlsruher Denkmaltag. Foto: Homberg

 

Tausende Besucher bei 61 Veranstaltungen am Karlsruher Tag des offenen Denkmals

Einmal im Jahr öffnen sich unter einem bestimmten Motto Denkmale interessierten Gästen. „Handwerk – Technik – Industrie“ hatte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz in diesem Jahr über den Tag des offenen Denkmals am vergangenen Sonntag geschrieben. Die Macher der Karlsruher Ausgabe haben dies angesichts des runden Stadtgeburtstags modifiziert in „300 Jahre Karlsruher Stadtbaugeschichte“.

Unter zweierlei Aspekten war ein Besuch auf dem Gelände des Bundesgerichtshofs (BGH) hier besonders interessant. Zum einen, weil das vier Hektar große Gelände unter normalen Umständen erst nach umfangreichen Kontrollen betreten werden kann. Zum anderen aber auch, weil man nahezu die gesamte Baugeschichte Karlsruhes auf dem Areal erleben kann, von Friedrich Weinbrenner bis heute.

Erste Entwürfe für das Palais, das Hauptsitz des BGH ist, stammen von Weinbrenner. Das Gärtnerhaus an der Herrenstraße ist ein Weinbrenner-Gebäude. Josef Durm hat das Ergroßherzogliche Palais im Auftrag Großherzog Friedrich I. für dessen Sohn Friedrich II. hergerichtet, von Erich Schelling stammt das Schachbretthaus an der Westseite des BGH. Und das 2012 eröffnete und mit einem weiteren Sitzungssaal ausgestattete Empfangsgebäude haben die Freiburger Architekten Harter und Kanzler geplant.

All dies haben am Sonntag wieder Hunderte Gäste bestaunt, ebenso wie die Sammlungen im Rechtshistorischen Museum. Oder die Figurengruppen des Herkules und des Samson im Park.

Diese Gruppen von Hofkünstler Ignaz Lengelacher und nachempfunden von Emil Sutor stehen auch am Weg zum Schloss, rechts und links gefolgt von allegorischen Statuen etwa der Venus.

An einer Führung dort entlang haben rund 40 Gäste teilgenommen. Nach Schätzungen Anfang der Woche waren 5.000 bis 7.000 Besucher zu den immerhin 61 Veranstaltungen des Karlsruher Denkmalstags in allen Stadtteilen. -erg-

 
 

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