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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 25. September 2015

Planungsausschuss: Umbau soll schrittweise erfolgen

ÖPNV UND AUTO: Wie Beschäftigte zur dm-Zentale fahren, soll nach dem ersten Bauabschnitt eine Verkehrszählung  dokumentieren. Foto: Fränkle

ÖPNV UND AUTO: Wie Beschäftigte zur dm-Zentale fahren, soll nach dem ersten Bauabschnitt eine Verkehrszählung dokumentieren. Foto: Fränkle

 

Verkehrserschließung dm-Zentrale Thema im Planungsausschuss / Vollknoten an der Durlacher Allee/ barrierefreie Haltestelle Untermühlsiedlung

Die neue dm-Zentrale soll über einen Vollknoten an die Durlacher Allee angeschlossen werden. Dafür sprach sich der Planungsausschuss unter Leitung von Bürgermeister Michael Obert aus. Die Realisierung der Kreuzung Durlacher Allee/Alte Karlsruher Straße mit allen Richtungsbeziehungen soll zeitlich gestaffelt erfolgen.

Die Firma dm möchte an der Durlacher Allee ihre Konzernzentrale erstellen. Die Planungen des Unternehmens erlauben mittlerweile konkretere Prognosen zum Verkehrsaufkommen. Mit einem Gutachten wurde daher untersucht, ob der Verkehr künftig leistungsfähig über einen Vollknoten abgewickelt werden kann. Ergebnis: Der Vollanschluss der Alten Karlsruher Straße an die Durlacher Allee ist grundsätzlich machbar.

Knackpunkt ist nach Realisierung des kompletten dm-Baukonzepts (2.500 Arbeitsplätze) jedoch, dass auf der Durlacher Allee die Schienen zu kreuzen sind. Für die morgendliche Spitzenstunde gibt es Unwägbarkeiten im Zusammenspiel von dm-Erschließung, Autobahnausfahrt Durlach und Stadtbahnpriorisierung, die aus heutiger Sicht noch nicht abschließend beurteilbar sind. Der Ausschuss schloss sich der Empfehlung von Gutachter und Verwaltung an, den Ausbau zeitlich zu staffeln, um mehr Planungssicherheit zu gewinnen. Vor der Gleisüberfahrt mit Signalisierung sollen Verkehrszählungen durchgeführt werden, um die Prognoseansätze zu hinterfragen. Nach dem ersten dm-Bauabschnitt (1.500 Arbeitsplätze) und Eingewöhnungszeit möchte man so Erkenntnisse über das aktuelle und zu erwartende Verkehrsgeschehen erlangen. Je nach Ansatz der Bevorrechtigung der Straßenbahn kann es nach dm-Maximalausbau morgens zu einem Rückstau kommen. Die Verkehrszählung soll auch zeigen, ob mehr Beschäftigte als bisher den ÖPNV nutzen. Bislang liegen die Standorte von dm in Bezug auf den ÖPNV eher ungünstig.


Die erste verkehrliche Ausbaustufe beinhaltet den Ausbau des Ostteils des Vollknotens. Zugleich soll die Haltestelle Untermühlsiedlung barrierefrei werden. Zusammen mit dem Regierungspräsidium möchte die Stadt dann bis 2018 den Westteil des Knotens ausbauen und dabei zugleich die Ausfahrtsrampe aufrichten. Letztere Maßnahme ist unabhängig von der Vollknoten-Planung zu sehen – aber zwingende Voraussetzung vor Realisierung des Linksabbiegestreifens zu dm. Autofahrende sollen Radfahrende so besser sehen. Dies wird aus Sicherheitsgründen von Polizei und Stadtverwaltung befürwortet.


Zwar ist der Verkehr auch über das vorhandene Netz abwickelbar. Mit Blick auf weitere Entwicklungen entlang der Entwicklungsachse Durlacher Allee hatte der Ausschuss aber empfohlen, alternativ die Leistungsfähigkeit eines Vollanschlusses genauer zu untersuchen. Mit heutiger Verkehrsführung würde es Mehrverkehre im Bereich Johann-Strauß-Straße geben, bei einem Vollknoten eine Entlastung.
–rie-

 
 

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