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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 25. September 2015

Stadtgeburtstag: Eintauchen in eine Traumlandschaft

GÜTESIEGEL: Mit seinem vielfältigen Veranstaltungsreigen und seinen spektakulären Schlosslichtspielen begeisterte der Festivalsommer 101 Tage lang Karlsruher wie Gäste der Stadt. Foto: Fränkle

GÜTESIEGEL: Mit seinem vielfältigen Veranstaltungsreigen und seinen spektakulären Schlosslichtspielen begeisterte der Festivalsommer 101 Tage lang Karlsruher wie Gäste der Stadt. Foto: Fränkle

AUSKLANG: Christof Schläger (l.) zeigt OB Mentrup und KA300-Geschäftsführer Wacker eine seiner Installationen für das Finale. Foto: Fränkle

AUSKLANG: Christof Schläger (l.) zeigt OB Mentrup und KA300-Geschäftsführer Wacker eine seiner Installationen für das Finale. Foto: Fränkle

 

Festivalsommer verabschiedet sich mit „Ausklang“/Miteinander erleben im Mittelpunkt / Klanginstallationen / Kulturgenuss im gesamten Schlossgarten

Nach 101-tägigem Veranstaltungsreigen geht der Festivalsommer des 300.Stadtgeburtstags zu Ende. Der Ausgangspunkt wird am morgigen Samstag, 26. September zum Endpunkt der Feiern. Bei „Ausklang“ kommen Bürgerinnen und Bürger zu einer gigantischen wie ungewöhnlichen Feier am Geburtsort der Fächerstadt zusammen.

Das Schloss selbst, der Vorplatz und vor allem der Schlossgarten verwandeln sich von 18 Uhr bis nach Mitternacht in eine „märchenhafte Traumlandschaft“, betonte KA300-Geschäftsführer Martin Wacker bei der Präsentation von Konzept und Programm der Abschlussveranstaltung. Der Zugang zur Traumlandschaft ist für alle frei, zum „Ausklang“ wird kein Eintrittsgeld erhoben.

Einen wesentlichen Part des Spektakels steuert Christof Schläger bei. Mit Fahrradklingeln, Trommeln, Schläuchen oder Hupen. Der Klangkünstler, der bereits in New York, Tel Aviv, Helsinki und Shanghai begeisterte Zuschauer in urbane Klangwelten entführte, stellt an verschiedenen Stellen außergewöhnliche Maschineninstrumente auf. Zusammen mit seiner Partnerin Marjon Smit lässt er auf seinen Installationen raumgreifend und zeitversetzt „Unerhörte Kompositionen“ erklingen. Den von ihm gestalteten Klangraum eröffnet Schläger um 19.30 Uhr am Turm der Evangelischen Stadtkirche. Von dort aus geht die akustische Reise zum „Helix Horn“ beim Schloss. 600 Schellen, zahlreiche Stahlglocken und Trommeln sowie ein Frauenchor ertönen dann zur „Blauen Stunde“ im Schlossgarten und setzen parallel die dort installierten Lichter in Bewegung.


Das Märchenland mit weiterem Leben erfüllen Musiker, Gaukler, Clowns oder Theatermacher, deren Auftritte auf offener Bühne die Besucher beim Rundgang vom Schloss zum See genießen können. Ob „Circus 300“, Singer-Songwriter Lukas Luft, die klassische Band Spark oder die Alphornbläser von „Sennerjazz“: Die Künstler kommen allesamt aus Karlsruhe und Umgebung und spiegeln, so Wacker, „die kreative Vielfalt des kulturellen Schaffens in der Region“ wider. Zum finalen „Ausklang“ können Besucher um 22.45 Uhr auf dem Areal um den Pavillon zu einer Feuershow zusammenkommen, die von Klängen Christof Schlägers entfacht wird. Dort brennt dann nach dem offiziellen Ende nach einer Idee von Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup ein Lagerfeuer, um das sich Menschen versammeln und den Stadtgeburtstag Revue passieren lassen können.


Eine zentrale Anlaufstelle des Geschehens gibt es nicht. Individuelle Gestaltung ist angesagt. „Wir wollen alle Menschen einladen, einzutauchen, mitzuerleben, ihren ganz persönlichen Ausklang zu finden“, erläuterte OB Mentrup vor den Medien den Hintergrund des Konzepts und versprach „magische, spannende und emotional berührende Erlebnisse der besonderen Art“. Nicht alltägliche Erlebnisse gibt es auch im Schloss selbst. Das Badische Landesmuseum öffnet am Samstag von 17 bis 22.30 Uhr ebenfalls eintrittsfrei seine große Landesausstellung „Karl Wilhelm 1679 bis 1738“. Und die lässt mit ihren hochkarätigen Exponaten und ihrer spektakulären Gestaltung das Zeitalter des Absolutismus fröhliche Urstände feiern. Hausherr Prof. Eckart Köhne freute sich darüber, dass „das Schloss ins Zentrum des Stadtgeburtstags rückte“. Der Leiter des Badischen Landesmuseums war angetan „von der Lebendigkeit der vergangenen Monate im und um das Schloss“ und hoffte darauf, diesen Faden im kommenden Jahr wieder aufnehmen zu können.


Im Gegensatz zum von einer Berliner Agentur organisierten Auftakt des Festivalsommers konzipierte und entwickelte den „Ausklang“ das KA300-Team selbst. Auf die Leistung seiner Mannschaft ist Wacker stolz. „So viele spannende Programmpunkte gemeinsam hatten wir noch nie im Schlossgarten“, verspricht sich der KA300-Geschäftsführer vom Finale am Samstag „einen Nachklang weit über den Ausklang hinaus“. -trö-

 
 

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