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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 25. September 2015

Verkehrssicherheit: Vor Schulen besser aufpassen

AUGEN AUF: Mit dem Schulweg-training sollen Kinder selbstbe-wusster am Verkehr teilnehmen und Gefahren einschätzen lernen. Foto: Fränkle

AUGEN AUF: Mit dem Schulweg-training sollen Kinder selbstbe-wusster am Verkehr teilnehmen und Gefahren einschätzen lernen. Foto: Fränkle

 

Elterntaxis gefährden Verkehr / Zahl der Unfälle gestiegen

Vor kurzem war Schulbeginn. Das bedeutet auch, dass es viele neue junge Verkehrsteilnehmer gibt, auf die besonders geachtet werden muss. Nicht nur, aber besonders im Bereich von Schulen.

„Seit 20 Jahren führt die Polizei zum Start eines jeden Schuljahres eine Aktion zur Sensibilisierung durch“, sagte Polizeirat Raphael Fiedler. Bei dieser Aktion, die dieses Jahr vom 14. bis 25. September vor Karlsruher Schulen durchgeführt wird, letzten Mittwoch vor der Grundschule Hagsfeld, steht die Schulwegsicherheit im Vordergrund.

Dabei legt die Polizei zwei Schwerpunkte. Zum einen auf die Verkehrsüberwachung. Laut Fiedler sind nämlich die „Eltern oftmals selbst die Gefahr“. Zum anderen auf die Verkehrsprävention mit Schulwegtraining und der Fahrradausbildung. Gerade das Schulwegtraining sei wichtig, um die Gefahr der so genannten Elterntaxis zu vermeiden. Außerdem werde damit auch die Selbstständigkeit der Jungen und Mädchen gefördert, die „nur in Ausnahmefällen mit dem Auto zur Schule“ gefahren werden sollten, unterstrich Erster Bürgermeister Wolfram Jäger.

Die Zahl der verunglückten Kinder ist laut Fiedler im ersten Halbjahr 2015 gestiegen. Waren es 2014 zum gleichen Zeitpunkt noch 41 Kinder, stieg 2015 die Zahl auf 68.

Um die Unfälle zu verringern, helfe nur die Sensibilisierung, so der stellvertretende Ordnungsamtsleiter Günter Cranz. „Das geht nur mit den Eltern. Für mich ist das eher ein ungutes Bild, wenn ich so viele Autos vor der Schule sehe“, ergänzte die Rektorin der Grundschule, Sybille Bauernfeind.

Um zumindest vor der Grundschule Hagsfeld das Unfallrisiko zu verringern, sollen laut Jäger einige bauliche Maßnahmen durchgeführt werden. Etwa im Bereich des Ruschgrabens zwischen der Julius-Bender-Straße und dem Kreisel. Dort sollen die die Gehwege verbreitert und mit Pollen gegen Gehwegparker abgesichert. -jäm-

 
 

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